07. September 2016

Gibt es in Lemgo bald die “Juniorwahl”?

Zurück im Juli (v.l.n.r.): Marius Kremming (stv. Vorsitzender) und Lasse Huxoll (Vorsitzender) reichen den Antrag der Jusos ein.

Zurück im Juni (v.l.n.r.): Marius Kremming (stv. Vorsitzender) und Lasse Huxoll (Vorsitzender) reichen den Antrag der Jusos ein.

“Mehr Demokratie wagen!” – dieser, wenn auch schon einige Jahre alte Satz, passt zu dem Antrag der Lemgoer Jusos. “Mehr Demokratie wagen!”, dass heißt in diesem Fall, mehr Beteiligung und Information – auch für (noch) nicht Wahlberechtigte. Dies wurde nun im “Haupt- und Finanzausschuss” der Stadt Lemgo beraten.

Wählen in Lemgo bald auch Schülerinnen und Schüler bei der Wahlsimulation “Juniorwahl” mit? Diese Frage stand bei der Beratung nun zur Debatte. Marius Kremming, stv. Vorsitzender der Jusos, hatte den Antrag vor dem “Haupt- und Finanzausschuss” vorgestellt. Die Argumente für den Antrag waren einleuchtend: Studien, u.a. der “University of Stanford” belegen den positiven Effekt, den das Projekt “Juniorwahl” auf die Wahlbeteiligung und das Interesse von Schülern an Politik auswirkt. Ein Mittel, aktiv, hier in Lemgo, gegen die Politikverdrossenheit von Jugendlichen vorzugehen, so der Gedanke der Jusos – der so vom Ausschuss geteilt wurde. Dennoch erfolgte kein Beschluss.

Wie Bürgermeister Dr. Austermann für die Verwaltung erläuterte, wolle man keinen Beschluss, da man den Schulen nicht in die Lehrpläne “reinreden” könne. Trotzdem, mit dem Wohlwollen der Fraktionen, wurde durch den Bürgermeister erklärt, dass diese Themen in die Schule gehören. So hat die Stadt zumindest Gespräche zur Anregung von “Juniorwahlen” begonnen. Außerdem: “Sollten Kosten für die Wahlen (im überschaubaren Rahmen) anfallen, so werde die Alte Hansestadt Lemgo hierfür eintreten” (Ausschussprotokoll).

Dies ist zunächst ein erster Teilerfolg für den Juso-Antrag. Die Jusos beabsichtigen nun Gespräche mit den Schulen zu führen, um das Projekt zu bewerben.

Weiteres zum Projekt “Juniorwahl” gibt es hier, den Juso-Antrag hier.