Antrag: Versorgung und Pflege
Sehr geehrter Herr Bürgermeister Dr. Austermann,
die SPD stellt zur kommenden Ratssitzung, zum TOP "Betreuung und Pflege in Lemgo" folgenden Antrag und bittet ihn mit der Ratspost zu versenden. Beschlussvorschlag: Die Verwaltung wird beaurtragt eine Gesundheitskonferenz zur Versorgung und Pflege in Lemgo durchzuführen.
Begründung:
Die Zahl der BürgerInnen wird zurückgehen; wir werden alle im Durchschnitt älter. Dieser Entwicklung und den Bedürfnissen älter werdender Menschen müssen wir uns weiter annehmen und in einer Altersstrukturanalyse besondere zahlenmäßige Veränderungen aufzeigen (Demografiebericht).
Unser Gesundheitswesen stellt sich auf die höhere Zahl altersspezifischer Krankheiten ein und der Aufbau und die Förderung der Geriatrie in Lemgo spielen dabei eine wichtige Rolle. Neue, dem Alter angepasste Wohnformen, sind eingerichtet worden; weitere sind geplant und sollen gebaut werden. Aber auch der Erhalt und die Stärkung der vorhandenen, klassischen Altenpflegeeinrichtungen auf ihrem hohen Qualitätsstandard müssen damit einhergehen.
Zunehmend psychiatrische Erkrankungen lassen die Nachfrage nach Hilfe steigen; das Gemeindpsychiatrische Zentrum ist für Betroffene und deren Angehörige eine große Hilfe und verdient Unterstützung.
Die Zahl der aktiven, gesunden Senioren wird steigen und bildet dabei auch ein starkes Potenzial an Helfern, Unterstützern und Freiwilligen, die schwächeren Altersgenossen beistehen können. Moderatorenausbildung und initiierende Veranstaltungen nach dem Muster funktionierender, ehrenamtlicher Modelle (u.a. FAL, Kastanienhaus) sind auch in Lemgo wünschenswert.
Die Integrierte Gesundheitsversorgung ist das gesundheitspolitische Thema der Zukunft, das auch lokalen Akteuren Einflussmöglichkeiten eröffnet. Ein optimiertes Ineinandergreifen der Sektoren auf den "Behandlungspfaden" zum Wohle der Patienten ist ein hohes Ziel. Die Vorteile liegen auf der Hand, wenn niedergelassene Ärzte, Klinik, Pflegedienste, Reha-Einrichtungen, Apotheken und nahe Dienste ihr Zusammenwirken verbessern. Auch hier können Kommunen unterstützend begleiten.
Eine Versorgungs- und Pflegekonferenz der lokalen Akteure (Sprecher von Ärzteschaft, Krankenhaus, Pflegedienst, Alteneinrichtungen, Reha, Vereinen mit speziellen Gesundheitskursen (z.B.Koronarsport) und naher Dienste bis zum Hospiz, plus die Organisationen der Betroffenen selbst (SozVB, AWO, DRK, Club 55, 60 plus u.a.) würde einen akutellen Überblick sowohl zur Angebotspalette in Lemgo, als auch zu den offenen Bedarfen in Lemgo liefern. Auf solch einer Basis kann das Handlungsspektrum der Kommunalpolitik transparent, bürgernah und Nutzer orientiert aktiviert werden .
Mit freundlichen Grüßen
Udo Golabeck
für die SPD Fraktion

