Ausbildungsplatz-Initiative
Nach dem Besuch der SPD Fraktion im Arbeitsamt Lemgo schlagen wir den Lemgoer Ratsfraktionen eine Ausbildungsplatz-Initiative vor.
Mit Stand vom Oktober 2003 konnte das Arbeitsamt Lemgo die Wünsche von ca. 50 jungen Menschen nach Ausbildungsplätzen nicht erfüllen. Hier sollten alle Parteien zusammenarbeiten, um doch noch möglichst vielen jungen Leuten eine berufliche Zukunft zu ermöglichen. Die Erfahrungen, die andere Städte (z. B. Rietberg) mit solchen Aktionen gemacht haben, verlaufen sehr positiv – also warum zögern wir noch?
Die SPD Lemgo bittet den Bürgermeister und die weiteren im Rat vertretenen Fraktionen an der gemeinsamen Aktion teilzunehmen und gemeinsam für Lemgoer Jugendliche weitere Ausbildungsplätze einzuwerben:
An den
Bürgermeister, Herr Dr. Austermann
An die Fraktionen
CDU, Bündnis 90/Die Grünen, FDP
Rathaus
32657 Lemgo
Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren,
eine Berufsausbildung ist für die große Mehrheit der Jugendlichen die Grundlage für eine dauerhafte Beschäftigung. Der Wirtschaft und Verwaltung sichert sie einen modern ausgebildeten Fachkräftenachwuchs. Doch in den vergangenen Jahren erwies es sich als immer schwerer, allen ausbildungswilligen Jugendlichen einen Ausbildungsplatz anzubieten.
Um diesem Mangel entgegen zu wirken, sind bisher schon zahlreiche sog. Ausbildungsplatzoffensiven in etlichen Regionen und Kommunen gestartet worden. Sie waren in aller Regel erfolgreich und haben dazu geführt, dass zusätzliche Lehrstellen bereitgestellt wurden. Wegen solcher Erfolge und weil die angespannte Situation auf dem Ausbildungssektor auch im Jahre 2004 andauern wird, schlägt die SPD-Fraktion Ihnen, dem Bürgermeister und den anderen Fraktionen, vor, eine "Ausbildungsplatzoffensive" auch in Lemgo zu starten.
Auf diese Weise sollen zusätzliche Initiativen eingeleitet werden, auch in wirtschaftlich schwieriger Lage und gegen den derzeitigen konjunkturellen Trend, weitere Lehrstellen in unserer Stadt oder im Umland zu schaffen. Die Jugendlichen, die im Jahre 2004 ihre Ausbildung beginnen, werden diese in der Regel 2007 beenden. Schon jetzt ist sicher, dass es dann sektoral einen spürbaren Fachkräftemangel geben wird. Angesichts dieser allgemein bekannten Situation sollte es auch der Rat als seine gemeinsame Aufgabe akzeptieren, dazu beizutragen, den Mangel an Ausbildungsplätzen nach besten Kräften zu verringern. Folgende Möglichkeiten kommen in Frage:
Jedes Ratsmitglied nutzt seine persönlichen Kontakte und spricht Repräsentanten heimischer Firmen an.
Ortsteilvertreter aller Fraktionen suchen gemeinsam Firmen in ihrem Ortsteil persönlich auf.
Der Bürgermeister und die Fraktionen werben in einem gemeinsam unterzeichneten Schreiben an heimische ausbildungsberechtigte Firmen um zusätzliche Lehrstellen im Jahre 2004.
Weitere Formen des Engagements sind möglich.
Wenn derartige Bemühungen erfolgreich sind, sollte das dem Bürgermeister-Büro gemeldet werden. Dabei muss von allen Beteiligten die Vertraulichkeit gewährt werden. Über Informationen für die Öffentlichkeit sollte nur einvernehmlich entschieden werden. Individualisierte "Erfolgszahlen" dürfen aber nicht bekannt gegeben werden.
Die SPD-Fraktion hofft auf Ihre zustimmende Antwort.
Mit freundlichen Grüßen
Udo Golabeck

