Außerordentliche Mitgliederversammlung
am Mittwoch, den 14.September 2011, ab 19.30 Uhr
im Stadtpalais, Papenstraße 24
Thema Rente
Sicherlich ein spannendes Thema das wir für unseren nächsten OV- Abend vorgesehen haben.
Bitte beachtet die geänderten Räumlichkeiten!
Wir haben als Referenten für diesen Abend das SPD- Kreistagsmitglied Dr. Bernd Groeger gewinnen können.
Er sagt:
„Die gesetzliche solidarische Rentenversicherung, die auf Bismarck zurückgeht, hat sich verglichen mit anderen Systemen bewährt, muss aber der heutigen Arbeits- und Sozialwelt angepasst werden.“ Das Problem „immer weniger im Berufsleben Stehende müssen für immer mehr Rentner und das für eine immer längere Zeit sorgen“ müsse gelöst werden, aber nicht durch eine starre Anhebung des Renteneintrittsalters, sondern durch flexible Lösungen, die auf die spezielle Situation des Arbeitnehmers Rücksicht nehme. Auch müsse die Rente nachhaltig finanziert werden. Die Einnahmeverluste der Rentenversicherung durch fehlende Mindestlohnabmachungen, Zeitarbeit, Kurzarbeit oder geringes Lohnniveau sind nicht mehr hinnehmbar, In Zukunft sind alle Einkünfte, nicht nur die Arbeitseinkünfte, zur Rentenversicherung heranzuziehen. Nur so könne die sonst drohende Altersarmut verhindert werden.“
Im Gegenzug stehen andere Berechnungen und Empfindungen von dem Sozialpolitik-Experten Dr. Martin Gasche vom Max-Planck-Institut die auch auf der Homepage der SPD nachgelesen werden können.
„Aus meiner Sicht ist dieser Anstieg nicht alarmierend. Nun folgert die Linke aus diesen Zahlen, dass die Altersarmut zunimmt. Doch dafür gibt es keinen Beweis, denn wir wissen nicht, aus welchem Grund Rentner arbeiten. Die einen spekulieren, dass deren Einkommen zu niedrig ist, um damit ihr Leben bestreiten zu können und sprechen von Altersarmut, andere vermuten, dass Rentner ja vielleicht gerne arbeiten oder arbeiten wollen, um vier Mal und nicht drei Mal im Jahr in Urlaub fahren zu können. Also sehr positiv interpretiert: Wenn die Zahl der Rentner mit Job in Zukunft zunimmt, dann sagt mir das nur, dass die Leute auch körperlich dazu in der Lage sind zu arbeiten, was ein Plädoyer für die Rente mit 67 ist. Man kann es also ganz schwarz, aber auch ganz weiß sehen. Die Wahrheit befindet sich irgendwo dazwischen....
... Aber grundsätzlich kann jeder länger als bis zu seinem 65. Lebensjahr arbeiten. Er bekommt dann in der Rente sogar Zuschläge. Die Entscheidungsfreiheit besteht also schon, allerdings haben wir ein System, wo es für den Einzelnen günstiger ist, früher in Rente zu gehen, da die Abschläge bei vorzeitigem Renteneintritt tendenziell zu niedrig bemessen und die Zuschläge für Arbeit über das Regelalter hinaus ebenfalls zu gering sind....
Quelle beides :
http://www.spd.de/aktuelles/News/16822/20110824_die_alten_werden_immer_juenger.html
Der Vorstand des Lemgoer SPD Ortsvereins freut sich auf einen spannenden Abend mit euch
Mit solidarischen Grüßen
Marcus Graeve
Vorsitzender


