Montag, 07.11.2005

Bei McDonalds sind noch Lehrstellen frei!

Auf Einladung von Willi Maubach, Betreiber der McDonald-Restaurants in der Region, waren SPD-Landtagsabgeordnete Ina Meise-Laukamp und Udo Golabeck, SPD-Geschäftsführer OWL Gäste im Schnellrestaurant an der Herforder Straße in Lemgo.

Auf der SPD-Agenda standen die Arbeitsbedingungen, Ausbildungsplätze und Müllbeseitigung in der Umgebung. An dem Gespräch nahmen, nach einer Führung durch den Betrieb und die Sozialräume, neben dem Betreiber (der Restaurants in Bad Salzuflen, Detmold, Herford und Lemgo) der Bezirksleiter Bülent Köse und die Filialleiterin Frau Maubach teil.

Täglich 2000 Kunden, fast alle kommen mit dem Auto, geben im Jahr über 2 Millionen EUR0 für Hamburger, Soft-Drinks und neuerdings auch für vegetarisches Fast Food aus. Die Wartezeit darf max. 2 Minuten betragen, der Service pro Kunde 1 Minute.
Das bewältigen 43 Männer und Frauen in dem Franchising-Betrieb, am Wochenende sogar rund um die Uhr; davon "nur" 12 Studenten mit 400 EUR Jobs. Überraschend zu hören: McDonalds zahlt nach dem Tarifvertrag im Gaststättengewerbe (NGG) mit verschiedenen Zulagen (durchschnittlich 7,50 EUR pro Std.). Über zwei Drittel aller Mitarbeiter sind fest angestellt und sozialversicherungspflichtig!
Eine Auszubildende lernt den Beruf "System-Gastronomin". Willi Maubach zum Thema Ausbildung: "Wir würden in Lemgo auch einen 2.und 3. Lehrling einstellen, haben das auch beim Arbeitsamt angemeldet, aber niemand bekommen!" Mehrere erfolgreich Ausgebildete sind über die Jahre als Schichtführer, Filialleiter oder sogar Geschäftsführer beschäftigt.
35 % der verkauften Menüs wird in Tüten verpackt und vom "Drive-in" mitgenommen - die Reste finden sich leider oft am Liemer Weg und im Industriegebiet. Aus Imagegründen beschäftigt der Konzern eigene Müllsammler, die alltäglich das Umfeld weiträumig absuchen und noch in mehreren hundert Metern Entfernung an den Ausfallstraßen die Pappbecher und Pommestüten einsammeln. Willi Maubach: "Natürlich können wir nicht die ganze Stadt reinigen, sammeln sich jedoch unsere Papierabfälle auf bestimmten Parkplätzen, können wir auch über die Reinigung sprechen."
War Ihnen bekannt, dass ein Prozent vom Umsatz für soziale Zwecke ausgegeben wird? Sportvereine, MuKi in Detmold, das Kinderhaus in Herford und die Kinderhilfe weltweit profitieren davon.
Ina Meise-Laukamp: "Viele bestehende Vorurteile wurden bei dem Rundgang durch die Sozialräume im Gespräch mit der Geschäftsleitung ausgeräumt. Gut, dass wir das interessante Gespräch führen konnten." Das Angebot von Firmenbesuch mit Diskussion gilt auch für Interessierte und Schulklassen. Junge Menschen ohne Ausbildungsplatz sollten das
Lehrstellen-Angebot nutzen; ausgebildete System-Gastronomen haben beim Lehrbetrieb, aber auch in renommierten Hotelketten und bekannten Großunternehmen Zukunftschancen.

Angebote zum Artikel


Bookmark and Share
Hannelore Kraft
SPD.de