Mittwoch, 21.09.2011

Der kommunale Beitrag zur Bewältigung der Klimakrise

Vortrag von Dr. Dieter Attig
Seit einigen Jahren ist es wissenschaftlich fundiert, dass in den kommenden Jahrzehnten eine Erwärmung der Erde durch die Freisetzung von Klimagasen bevorsteht. Bei ungehemmter Fortsetzung der bisherigen Klimapolitik kann die durchschnittliche Erderwärmung deutlich über 5 Grad betragen.

Dies würde riesige Landflächen unbewohnbar machen, was angesichts der bis Mitte des Jahrhunderts auf 9 Milliarden Menschen anwachsende Weltbevölkerung zu unvorstellbaren Katastrophen führen würde.
Aus diesem Grund ist es das Ziel der Klimapolitik, den Anstieg der Erdtemperatur auf zusätzliche 2 Grad zu begrenzen. Davon haben wir heute bereits 0,7 Grad erreicht.
Die Bundesregierung hat mit ihrer neuen Energiepolitik das 2-Grad-Ziel für 2050 verbindlich erklärt und die Maßnahmen zur Zielerreichung verstärkt. Es bestehen allerdings kaum Zweifel, dass die bisher geplanten Maßnahmen bei weitem nicht ausreichen werden. Die dezentrale Energieversorgung, die bevorzugt durch kommunale Werke dargestellt werden kann, spielt eine herausragende Rolle bei der Energiewende.
Das oberste Gebot ist die Erhöhung der Energieeffizienz und der Energieeinsparung
Die Basis der künftigen Energieerzeugung muss bei den Erneuerbaren Energien liegen, da sie kein Kohlendioxid freisetzen. Die andere CO²-freie Energieform Atomenergie wird zukünftig immer unbedeutender werden
Erneuerbare Energien müssen in Zukunft durch schnell regelbare Gaskraftwerke und später durch Stromspeicher ergänzt werden.
Bei dieser Energiewende ist die örtliche Politik und damit der Bürger vor Ort viel stärker gefragt als bisher. Strom kommt aus der Steckdose, Hauptsache sicher und billig – gilt so nicht mehr.
Trotz vieler Berichte über die geplante Energiewende bleiben viele Fragen:
Wird der Strom teurer?
Ist die Versorgungssicherheit gefährdet?
Wie sieht die Energieversorgung der Zukunft aus?
Warum sollte Deutschland vorangehen?
Was kann kommunale Politik bewirken?
Auf all diese Fragen wird Dr.-Ing. Dieter Attig in seinem Vortrag eingehen. Seit 35 Jahren in leitender Funktion in der kommunalen Energiewirtschaft tätig, davon viele Jahre als Leiter der Stadtwerke Lemgo, hinterfragt er kritisch die Energiepolitik der großen Konzerne und kämpft für eine dezentrale Energieversorgung in kommunaler Hand.
Dr. Attig ist derzeit Vorstandsvorsitzender der SWS Stadtwerke Saarbrükken AG und Sprecher der Geschäftsführung der VVS Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft Saarbrücken mbH. 2003 wurde Dr. Attig zum Energiemanager des Jahres gewählt.
Freitag, 30. September, 19:30 Uhr, Eintritt € 5,- Stadtbücherei, Papenstraße 40

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Klare Kante! Kraft.
Jürgen Berghahn
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