Donnerstag, 13.04.2006

Die Stadt braucht ein Kulturkonzept!

Die Stadt braucht dringend ein Kulturkonzept. Trotz leerer Kassen wird über ein Mühlenmuseum im Haus Vietmeyer und ein Gebäude für die Weserkähne in Brake nachgedacht. Nebenher plant die Stadt eine Kulturmeile um das Schloß Brake, die neue Einrichtung des Hexenbürgermeisterhauses, eine Renovierung im Frenkelhaus und neue Wegweiser zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Damit diese hohen Ansprüche nicht zur Flickschusterei geraten, muß ein Gesamtkonzept her, um das Lemgoer Kulturbudget sinnvoll zu verwenden. Für die SPD haben die vorhandenen Kultureinrichtungen Vorrang vor Neubauten. Grund genug, sich vor Ort einen Überblick zu schaffen und mit Verantwortlichen zu sprechen.

Während der Arbeitskreis Kultur das Frenkelhaus besuchte, empfing Frau Dr. Szabo, neue Leiterin des Archivs, die komplette SPD Fraktion im Süsterhaus. Stolz zeigte sie ihre Schätze beim Rundgang: Über 2000 uralte Urkunden auf Leder; die Bibliothek der aufgelösten Lemgoer Klöster aus der Reformationszeit und die Lemgoer Zeitungen seit dem 18. Jahrhundert. Das Alte und die neuen Akten wollen schonend aufbewahrt und ausgewertet werden. Dazu kommen die jährlich als „historisch wertvoll“ eingestuften Akten der Stadtverwaltung, die professionell inventarisiert und abgelegt werden müssen.

Nebenher machen Risse im Mauerwerk der Kapelle des ehemaligen Augustinerinnenklosters Sorgen – Spätfolgen des umfangreichen Sparkassenneubaus. Udo Golabeck: „Wir entwickeln ein Kulturkonzept, um alle Begehrlichkeiten in eine Rangfolge zu bringen. Dabei haben die Einrichtung des Hexenbürgermeisterhauses als Heimatmuseum und ein funktionelles Archiv für historisch interessierte Lemgoer Vorrang. Bevor wir nach den Sternen greifen und neue Museen planen, sollten wir erstmal unsere Finanzen ordnen.“

Das Photo zeigt die SPD Fraktion im Archiv, Frau Dr. Szabo stellt ihre Arbeit und ihre Ziele vor.

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Hannelore Kraft
SPD.de