Montag, 07.11.2005

Erhöhung der Kehrgebühren in Lemgo

Aktion „Politiker fragen, Bürger antworten“ -
Stand vor dem Parteibüro der SPD in der Kramerstraße am 09. November 2003 zum Thema “Erhöhung der Kehrgebühren in Lemgo”

Die Ratsherren und Ratsfrauen hatten auf Metaplan-Wänden die Gebührenerhöhungen übersichtlich dargestellt und die wesentlichen Pro- und Contra-Argumente aufgelistet. Die plakative Darstellung lockte tatsächlich viele Menschen an, die sich an Tabellen und Schaubildern die Hintergründe für die Gebührenerhöhung erklären ließen. Auf knapp einhundert vorbereiteten Karten schrieben die Bürger ihre Meinung und hefteten sie für alle sichtbar an die großen Pinwände. Wesentliche Contra-Kommentare waren:

Gebührenerhöhungen nur, wenn auch die Rente erhöht wird
Selber fegen
Von Kind an zu mehr Sauberkeit erziehen
hohe Nebenkosten verleiden das Wohnen in der Innenstadt
Bußgelder für Kippen-Muffel

Pro Argumente waren selten und lauteten:

Sauberkeit gibt’s nicht kostenlos
Sauberkeit ist wichtig für ein attraktives Lemgo

Nicht ganz ernst gemeint war eine Karte mit „Sitzungsgelder der Ratsmitglieder einfrieren und zur Finanzierung der Stadtreinigung nutzen“. Überzeugende Argumente beschrieben einen Kompromiss:

Die Stadt soll in Durchgangs- und Anliegerstraßen nur noch alle zwei Wochen fegen, statt wie bisher jede Woche. Wem das nicht reicht, der kann vor der eigenen Tür selbst fegen. Die Gebühren müssten bei halber Leistung dann nicht mehr erhöht werden! Die so in den Wohnsiedlungen eingesparten Anteile könnten für die Intensiv-Reinigung der Fußgängerzone draufgelegt werden. Das Ziel einer sauberen, attraktiven Innenstadt würde so auch ohne Gebührenerhöhung erreicht. Das reguliert nebenher auch ein Ungleichgewicht: Der Dreck in der City stammt in erster Linie von tausenden von Besuchern. Diese erhöhten Reinigungskosten allein den Hausbesitzer in der City aufzubrummen wäre ungerecht. Der höhere Reinigungsbedarf muss von den übrigen Stadtbewohnern angemessen mitgetragen werden.

Das Foto zeigt Renate Bauer, Dr. Ralf Faber und Udo Golabeck im Gespräch mit den Bürgern vor den Metaplan-Wänden.

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