Donnerstag, 24.05.2007

Friedensmission in den Kosovo

Ganze vier Monate wird der Ortsverein der SPD auf die Mitarbeit Marcus Graeves verzichten müssen, denn der Ratsherr geht für vier Monate auf Friedensmission in den Kosovo. Der Abschied gab auch Anlass zu weiteren Debatten über Auslandseinsätze Deutscher Soldaten, was den eigentlichen Themenschwerpunkt des Abends jedoch nicht verdecken sollte: Was können Jung und Alt gemeinsam tun?

Einleitend warfen sich Mitglieder der Arbeitsgemeinschaften 60+ und der Jusos wie verabredet Vorurteile à la „Was wäret Ihr denn ohne unsere enorme Aufbauarbeit und Opferbereitschaft damals nach dem Krieg“ an den Kopf. An Schlagkräftigkeit mangelte es der sozialdemokratischen Jugend nicht, die alten Generationen bräuchten sich schließlich nicht auf der Aufbauarbeit auszuruhen, immerhin hätten sie die Zeit des Wirtschaftswunders in Saus und Braus gelebt um der heutigen Jugend den gern zitierten Schuldenberg zu hinterlassen. Das Fazit dieses Schauspiels zeigte trotz aller Diskrepanzen deutlich, dass sich Jung und Alt näher stehen als man glaubt. Also müsse man zukünftig auch in Lemgo die Möglichkeiten einer Annäherung der Generationen weiter ausbauen. Als Beispiel eines solchen Projekts stellte Heiko Marx „Ab in die Mitte“ vor, das im Sommer mit Generationencafé, Musik- und Tanzveranstaltungen Lemgoer und Lemgoerinnen jeden Alters in den Lippegarten locken will. Für mehr Diskussionswirbel sorgte der geplante Generationenbeirat, dessen längerfristiger Erfolg nach den gescheiterten Seniorenbeiräten ernsthaft in Frage gestellt wurde. Ein Gremium, das vollkommen unpolitisch sein soll und nur Vorschlagsrecht habe sei lediglich eine Farce, so Wolfgang Frangenberg. Auch das vom Familienministerium vorgeschlagene „Mehrgenerationenhaus“ konnte die Genossinnen und Genossen nicht recht begeistern. Ob eine Einführung dieses „Hauses“ überhaupt in den Kompetenzbereich des Bundes falle, sei dahin gestellt. Wirklich interessant ist die Frage, ob Lemgo wirklich ein Mehrgenerationenhaus ohne „Wohnen“ brauche.

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Klare Kante! Kraft.
Jürgen Berghahn
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