Montag, 19.12.2005

Grundschule Brake

An den Bürgermeister Herrn Dr. Austermann
und die Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen, FDP und CDU

Lemgo, den 28. September 2005

Grundschule Brake
Beschluß des Rates vom 26. 9. 2005

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Dr. Austermann,
sehr geehrte Ratsmitglieder,

der Rat hat mit klarer Mehrheit von drei Fraktionen (22 zu 18 Stimmen) den alten Beschluß zur Einzügigkeit aufgehoben und die Anpassung an die neuen Rahmenbedingungen gefordert. Der weitere Ausbau der oGGS, die Einschulung mit 5 Jahren, wie von der Landesregierung angekündigt u.a.m. bedingen die Zweizügigkeit der Grundschule in Brake.

Die SPD Fraktion bittet die Verwaltung den Vorschlag der Elterninitiative Brake, Sprecher Dr. Nagel-Held, aufzugreifen. Prof. Althaus von der Fachhochschule in Detmold hatte die preisgünstige Umgestaltung der belasteten Schule in einem Projekt mit seiner Architektenklasse untersucht. Sein Vorschlag: Die alten Pavillions zu entkernen, die unbelasteten Stahlgerüste der Raumzellen auf der Bodenplatte stehen zu lassen und mit Holz-Fachwerk und Lehm die Gefache wieder aufzubauen, sowie mit neuen Holzfußböden, Fenstern und Türen zu versehen. Die belasteten Baustoffe werden so auf einfache Art durch natürliche Baustoffe ersetzt. Prof. Althaus hat eine schriftliche Projektarbeit abgegeben, seine Kostenschätzung 500 000 €. Die Ausführung und die Kalkulation ist u.a. durch den Wiembecker Tischler Henner Cordes, der mit solchen Arbeiten Erfahrung hat, bestätigt worden.
Zur Finanzierung schlagen wir neben der zu erwartenden Förderung (die neue Landesregierung hat lt. LZ vom 26. 9. auf Seite 2 120 Mio. € zum weiteren Ausbau der oGGS angekündigt) den Verkauf von kostenträchtigen Immobilien der Stadt, die für Kernaufgaben der Kommune unnötig sind, vor. (z.B. Marktplatzwestseite, Mehrfamilienhäuser an der Dewitzstraße, Grundstücke hinterm Finanzamt an die Stadtwerke u.a.m. ) Diese und weitere Objekte werfen keine Gewinne ab, sondern kosten nur. Der Verkauf um den Erlös in einen Schulbau zu investieren, wäre eine intelligente Vermögensumschichtung der Stadt.

Angesichts der anstehenden Herbstferien und Sitzungspause möchten wir keine Zeit verlieren und machen den Vorschlag schriftlich vorab.

Udo Golabeck, Fraktionsvorsitzender

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Klare Kante! Kraft.
Jürgen Berghahn
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