Samstag, 09.05.2009

Keine neuen Baugebiete - SPD bei der Wohnbau

Dass die Zahl der Einwohner genauso rückläufig ist, wie die Zahl der Bauanträge und Neubauten weisen die Demographieberichte für Lemgo aus. Die Preise für Eigenheime sind deutlich gesunken, der Markt hat mehr Häuser im Angebot als potentielle Käufer.

Darum schlägt die Stadtverwaltung den Politikern vor, in Lemgo keine neuen Baugebiete mehr auszuweisen. Die SPD Fraktion suchte das Gespräch mit Experten aus der Branche und diskutierte mit dem Geschäftsführer der Wohnbau Lemgo, Thorsten Kleinebekel und Bernd Dabrock vom Vorstand. Tenor: Zurückhaltung bei der Erschließung neuer Baugebiete ist angebracht, zunächst sollten die Baulücken in allen Ortsteilen und der Kernstadt geschlossen werden.

Die Wohnbau beobachtet auch schon seit Jahren die dramatischen Einbrüche im Baugewerbe mangels Nachfrage. Darum fließen die Millionen der Genossenschaft schwerpunktmäßig in die Renovierung von Altbau-Siedlungen, um treue Mieter zu binden und auch im hohen Alter eine Betreuung anzubieten. Zusammen mit Frau Giebel von der Freien Altenhilfe erläuterten die Fachleute ihr Konzept für Senioren mit Service- und Betreuungsangeboten in der Schillerstraße 4. Es ermöglicht den langjährigen Mietern auch noch als Pflegefall in ihrer angestammten Wohnung zu bleiben und dem Heim auszuweichen. Dies „Lemgoer Modell“ findet in Fachkreisen überregional als eine besonders soziale Bindung in gewohnter Umgebung Beachtung.

Die beigefügten Fotos sind in dem Fraktionsbesuch vor Ort gestern Abend aufgenommen worden.

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