Kibiz verunsichert Erzieherinnen massiv
Breite Proteste der Elternverbände und eine große Demonstration vor dem Düsseldorfer Landtag hat das neue Kinderbildungsgesetz im September ausgelöst. Die konkreten Argumente der Lemgoer Erzieherinnen und Eltern hörte sich die SPD-Fraktion bei zwei Besuchen vor Ort und in der Diskussion mit einer weiteren Leiterin in die Fraktionssitzung am Donnerstag an.
Fazit: Aufgrund sinkender Zuschüsse sind Arbeitsplätze konkret gefährdet, Angebote für die Kleinen müssen zurück gefahren werden. Allein bei der frühen Sprachförderung werden die Mittel um ein Drittel gekürzt. Die Betreuungsverhältnisse verschlechtern sich drastisch, obwohl alle wissen, dass gerade im frühkindlichen Alter eine besondere Förderung nötig ist.
Widersprüchlich: im neuen Gesetz werden zwar mehr Elternarbeit und mehr spezialisierte Bildungsprogramme gefordert, aber gleichzeitig die Mittel gekürzt. Viele Kinderpflegerinnen und Praktikanten sind massiv verunsichert, was ihre Arbeitsplätze betrifft. Auch der Grund weshalb Kirchen, AWO und andere große Verbände heftig protestieren.
Die SPD Fraktion hörte viele konkrete Ängste und Sorgen der Betroffenen und bringt diese auf der Parteischiene den Landtagsabgeordneten nahe; die nächste Lesung des umstrittenen Gesetzes erfolgt am 26. Oktober in Düsseldorf. Alles Engagement dient entsprechenden Änderungen im Gesetz, um die Kindergartenplätze in bewährter Qualität zu sichern.

