Kriminalität in Lemgo
Weniger Diebe und Einbrecher, dafür mehr Betrüger.
Über die Kriminalitätsentwicklung in der Alten Hansestadt informierte Hauptkommissar Becker von der Kripo Detmold die SPD Fraktion beim Besuch der Polizeiwache in der Pagenhelle. Zwar registriert die Polizei mehr Gewaltdelikte und Betrügereien, insgesamt ist die Kriminalität in Lemgo aber kaum gestiegen.
Fragen zu Übergriffen jugendlicher Schläger in der Breiten Straße und zur Planung der Vorfahrt für Fußgänger und Radfahrer auf den Wällen vor Autofahrern wurden mit dem Kriminalisten und dem Lemgoer Wachleiter Hauptkommissar Rawe ausführlich diskutiert. Die Polizisten berichteten über neue Strategien jugendliche Intensivtäter, die im Laufe eines Jahres mehr als fünf Anzeigen bekommen hatten, immer wieder zu besuchen und Eltern und Bekannte nachhaltig aufzufordern sich für rechtstreues Verhalten des Klienten stark zu machen, bzw. ihn im Auge zu behalten. Dies Konzept der „Gefährderansprache“ von auffälligen Jugend-Kriminellen findet breite Beachtung und funktioniert um so besser, je breiter ein Netzwerk von Verantwortlichen um den Täter aufgebaut ist. Überraschende Erkenntnis der Kommunalpolitiker war eine strukturelle Veränderung der Kriminalität: Diebstähle und Einbrüche gehen um 50 % zurück, Betrug im Internet bei Versteigerungen und mit Scheckkarten steigen in gleichem Umfang. Die Straftäter arbeiten offenbar eleganter und passen sich der IT-Gesellschaft an.
Udo Golabeck: „Die Fachleute der Polizei vermittelten uns Kommunalpolitikern viele neue Erkenntnis zur Jugendkriminalität, aber auch zur Straßenverkehrsordnung, die den Vorrang des Walls vor den kreuzenden Teerstraßen nicht vorsieht. Die neuen Argument bringt die SPD in die Beratung im Rat ein.“
Das Bild zeigt die SPD Fraktion vor den Streifenwagen in der Pagenhelle am Donnerstagabend.


