Montag, 19.12.2005

Lemgo altert - die alte Hansestadt ist eine Stadt des langen Lebens geworden!

In Lemgo steigt die Zahl der 50 bis 65-jährigen um 24%, die Zahl der 75-jährigen um 28 % bis zum Jahr 2020 – so die Prognose der Bezirksregierung Detmold. Dann ist jeder vierte Lemgoer über 65 Jahre alt. Der Implosion der Jungen (Zweistelliger Geburtenrückgang auch in Lemgo) steht die Explosion der Alten gegenüber.

Bundesweit registriert man ein plus von 10 Mio. Hochaltrigen. Das verändert die Nachfragestruktur nachhaltig: u.a. zu altengerechten Wohnungen, die erlauben so lange wie möglich in vertrauter Umgebung zu bleiben; mobile Hilfs- und Pflegedienste; einen ausgebauten ÖPNV; Hilfe zur Selbsthilfe in Seniorentreffs u.a.

Manfred Behrend, Vorsitzender der Lemgoer AWO und Betreiber der Seniorenbegegnungsstätte „Kastanienhaus“ empfing die SPD Fraktion zum Thema „Senioren“. Die Angebote im Kastanienhaus vom Computerkurs über mehrere Fremdsprachen bis zum Boulespiel auf dem Wall spiegeln den Wechsel in den Ansprüchen der aktiven und jungen Alten. Anstelle von Mensch-ärgere-dich-nicht-Spielen und Kaffeekränzchen, sind viel stärker neue Medien, Sport und Bildungsreisen nachgefragt. Fast ein Dutzend verschiedener Gruppen vom Club 55 über 60plus bis zu den Ruhestandsbeamten nutzt das Kastanienhaus und füllt die Räume von früh bis spät. Udo Golabeck: „Wir sind ein Land des langen Lebens geworden, die Lebenserwartung liegt bei über 80 Jahren und das ist gut so. Deshalb unterstützt die SPD das ehrenamtliche Engagement und die Selbstorganisation der Senioren im Kastanienhaus auch weiterhin. Es liegt auf der Hand, dass die Nachfrage aufgrund demografischer Entwicklung zukünftig stark zunehmen wird.“

Die Photos zeigen Manfred Behrend im Referat vor der SPD Fraktion im Kastanienhaus.

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Klare Kante! Kraft.
Jürgen Berghahn
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