Lemgoer SPD informierte sich über Planungen zum Klinikum
In der Monatsversammlung des SPD-Ortsverein Lemgo konnten trotz des
stattfindenden Länderspiels Deutschland / Tschechien unerwartet viele Gäste aus den Pflegediensten, Betriebsräten, interessierte Bürger und natürlich zahlreiche Genossinnen und Genossen begrüßt werden.
Der Kreistagsvertreter Rolf Schnülle führte in einem Vortrag in die zukünftigen Entwicklungen und Planungen der Krankenhäuser in Lippe ein. Vor dem Hintergrund der Schließung des Hauses in Schötmar kochte die Gerüchteküche hoch. Der geplante weitere Ausbau des Detmolder Klinikums, die Verlagerungen von Stationen und Fachbereichen in die
Residenzhauptstadt schürt bei den Beschäftigten natürlich die Sorge, dass auch Lemgo von einer Schließung bedroht werden könnte.
Rolf Schnülle konnte aber in seinen Ausführungen die Ängste ausräumen. Detmold wird zwar auf 750 Betten ausgebaut, die Gynäkologie u.a. dort zentralisiert, aber Lemgo behält von seinen ursprünglich 572 immerhin 559 Betten und bekommt mit der Geriatrie zusätzlich eine ganz neue Abteilung.
In der anschließenden Diskussion wurde nochmals auf die qualitativ hohe
Ausbildung der Mitarbeiter des Klinikums hingewiesen. Durch die intensive
Mitarbeit und Flexibilität des Betriebsrats fand man eine Einigung die allen
Beteiligten geholfen hat. Ebenso die Bereitschaft der Beschäftigten nicht nur finanzielle Opfer zu bringen, darf dabei nicht unerwähnt bleiben.
Schließlich hat es Lemgo als einziges Klinikum in NRW geschafft einen Notlagentarifvertrag abzuschließen. Dieser Notlagentarifvertrag schafft eine Entlastung von 5,3 Mio. Euro bis zum 31.12.2006.
Auch die negative Berichterstattung der letzten Monate waren ein Thema der Aussprache und man war sich schnell einig, dass dies nicht das wahre Bild des Krankenhauses zeigt und man dies deutlich nach außen tragen muss.
Hier in Lemgo steht eines der leistungsstärksten Krankenhäuser in NRW mit einer hoch ausgebildeten, engagierten Belegschaft. Die Lemgoer Politiker werden sich frühzeitig in den politischen Gremien in Düsseldorf, Detmold und Lemgo stark machen, dass es bei dieser Aufteilung bleibt. "Lemgo und umliegende Gemeinden müssen unbedingt ihre umfassende medizinische Versorgung in der Alten Hansestadt behalten", so Ortsvereinsvorsitzender Christian Woelk im Resume am Ende der Veranstaltung; immerhin sind knapp 1000 Arbeitsplätze mit dem Krankenhaus verbunden.

