Lob und Anerkennung für Frau Dr. Wilbertz
Die SPD Fraktion überzeugte sich im städtischen Archiv von der Qualität der wissenschaftlichen Arbeit, die hier bisher von Frau Dr. Gisela Wilbertz geleistet worden ist. Zurückgreifen kann die Historikerin auf viele wertvolle Originale aus dem Mittelalter bis zur Neuzeit, die in den Regalen über 4 Etagen lagern. In Westfalen hat neben der Alten Hansestadt Lemgo nur noch die Stadt Soest eine ähnlich reichhaltige, gut sortierte und qualitativ hochwertige Bibliothek von Urkunden.
Was Frau Dr. Wilbertz aus diesem historischen Schatz zu machen verstand, hat sie in verschiedensten Veröffentlichungen vorgestellt. Ihre Forschungsarbeit zu Maria Rampendahl wird am 26. 8. 2005 in einem öffentlichen Vortrag von ihr vorgestellt – dann ist die Archivarin im wohlverdienten Ruhestand. Für die SPD Fraktion ist in Verantwortung vor dem historischen Erbe wichtig, dass die Nachfolger im Amt die erfolgreiche, wissenschaftliche Auswertung der Lemgoer Geschichte fortsetzen können. Darum wird die SPD für eine qualifizierte Neu-Besetzung der Stelle Archiv-Leitung nachhaltig werben.
Im Rahmen des Besuchs im Süsterhaus stellte die scheidende Leiterin ihre Arbeit über die Verquickung des Lemgoer Ehrenbuchs in der Rathaushalle mit dem Nationalsozialismus im 3. Reich vor. Die Verstrickung von Bürgermeister Gräfer in menschenverachtende Aktionen der Nazis vor 1945 wird wohl auch zukünftig ein Thema bleiben.
Abschließend dankte Fraktionsvorsitzender Udo Golabeck der scheidenden Archivleiterin mit einem Blumenkorb und vielen anerkennenden Worten für jahrzehntelange Forschung und Lehre in der Alten Hansestadt. Die zahlreichen Veröffentlichungen sind ein wahrer Schatz für die Kulturschaffenden und Basiswissen für Stadtführer, Historiker und Heimatkundler.

