Mangelhafte Straßenreinigung
Bis 2005 wurden Anliegerstraßen von der Stadt regelmäßig mit der Kehrmaschine gereinigt. Mit der neuen Straßenreinigungssatzung fielen die Gebühren für die Hauseigentümer an vielen Anliegerstraßen in Lemgo zwar weg, aber der Bauhof fegte auch nicht mehr!
Die Satzung sieht vor, dass jeder Eigentümer einmal pro Woche vor seiner Haustür zu kehren hat. Das machen aber längst nich alle Anwohner. In Hörtsmar wurde die SPD Fraktion beim Rundgang durch den Ortsteil mit massiven Beschwerden konfrontiert. Wind und Regen schwemmen den sauberen Grundstückseigentümern, die regelmäßig kehren, den Dreck von denen vor die Tür, die sich einen Dreck um ihre Kehrpflicht kümmern. Die Folge sind nicht nur übervolle und beim Gewitterguß am Donnerstagabend vom Laub verstopfte Gullis, sondern eine starker Wuchs verschiedenster Pflanzen: Diesteln, kleine Birken, Löwenzahn wachsen munter im Rinnstein und den Gehsteinfugen – sie sind bis zu 30 cm hoch und sprengen den Teer. Das gleich an mehreren Stellen zwischen Magdeburger und Berliner Straße.
Dass es kein lokales Problem der Hörstmaraner ist, wurde in der Diskussion deutlich. Auch aus Brake, Entrup und Lemgo wurde Klage geführt. Offenbar ist vielen Hausbesitzern garnicht bewußt ist, dass sie einmal pro Woche verpflichtet sind den Gehweg und den Rinnstein auf Grundstücksbreite zu kehren. Gerade bei Mietshäusern häuft sich der Wildwuchs auf Gehsteigen und im Rinnstein.
Udo Golabeck: „ Das Ärgerniss nehmen wir zum Anlaß im Rat anzuregen, dass die Verwaltung eindringlich auf die wöchentliche Kehrpflicht hinweist. Gleichzeitig auch auf die Kosten, die der öffentlichen Hand für zusätzliche Kanal- und Gullyreinigung, sowie Reparaturen am geplatzten Teerbelag entstehen.“
Weitere Themen vor Ort waren der unglückliche Standort der Glascontainer zwischen Schule und Sportplatz und Schrebergärten mit Schwarzbauten an der Bahn. Zum Abschluß wurde im Sporthaus mit Jürgen Koch, dem zukünftigen SPD Ratskandidat aus Hörstmar diskutiert. Unterschriften gegen den Verkauf der Kreisstraßen leisteten die Gäste für das Bürgerbegehen und am „roten Grill“ bruzzelten Würstchen für alle. Die Regenschauer brachten eine lang ersehnte Abkühlung ...

