Mittelfristig den Haupt- und Realschulstandorts Heldmannskamp und den Grundschulstandort Brake stärken
Die demografische Entwicklung in Lemgo und den Nachbarkommunen kann nicht ignoriert werden. Es werden deutlich weniger Kinder geboren, folglich gehen die Schülerzahlen zurück.
In den Nachbarkommunen entstehen eine Gesamtschule und Gemeinschaftsschulen, was sich auf den Besuch auswärtiger Schüler an Lemgoer Schulen auswirkt. Der Eltern-Trend ihre Kinder primär zu weiterführenden Schulen (Gymnasium, Real- oder Gesamtschule) anzumelden hält an. Insofern haben wir mehrfachen Anlass über unsere Schullandschaft nachzudenken.
Alle Hauptschüler zum Heldmannskamp!
Am Heldmannskamp existiert mit Haupt- und Realschule ein funktionierendes SEK I – Zentrum, das seit Jahren mit viel Aufwand ausgebaut wird. Weil die Anmeldezahlen an der eigentlich zweizügigen Hauptschule Brake mittlerweile nur noch eine Eingangsklasse füllen und etliche Schüler aus den umliegenden Gemeinden darunter sind, gilt es die Entwicklung ein weiteres Jahr zu beobachten. Das hat der Schulausschuss im November beschlossen. Im Jahr 2011 ist dann zu entscheiden, ob der Standort Brake in ca. 3 bis 5 Jahren ausläuft und der Schulbetrieb für alle verbleibenden Hauptschüler am Heldmannskamp stattfindet. Die hier erneuerte Baussubstanz, die Erweiterung, die Nähe zur Realschule, eine intakte Turnhalle und weitere Bedingungen sprechen genauso dafür, wie ein deutlich breiteres Unterrichtsangebot an mehrzügigen Schulen.
Grundschule Brake wieder stärken!
Vorteilhaft erscheint, dass die in der Braker Hauptschule dann freiwerdenden Räume (übrigens in sehr gutem, baulichen Zustand) übergangslos von Grundschulklassen genutzt werden können. Bekanntlich ist die Grundschule Brake nebenan räumlich besonders beengt. Würden alle in Brake und den südlichen Vororten (Voßheide, Wahmbeckerheide u.a.) wohnenden Kinder bei ihrer nächstgelegenen Grundschule angemeldet, könnten dort sofort 3 Anfängerklassen gebildet werden. Die Debatte über das Überleben der Grundschule Brake hatte in den letzten Jahren allerdings dazu geführt, dass viele Eltern ihren Nachwuchs an den anderen 6 Lemgoer Grundschulen angemeldet hatten. Mit dem Vorschlag der SPD und dem Beschluss im Hauptausschuss die Grundschule Brake innerhalb des Schulverbundes mit der Ostschule zu stärken soll das Elternvertrauen in die Kontinuität des Standortes Brake zurück gewonnen werden!
Kurze Wege für kurze Beine!
„Die SPD Fraktion verfolgt als strategisches Ziel mittelfristig die Stärkung des Haupt- und Realschulstandorts Heldmannskamp und des Grundschulstandorts Brake“ – soweit unsere Position zu der im Hauptausschuss der Beschluss gefasst wurde, im nächsten Schulentwicklungsplan der Alten Hansestadt Lemgo dieses Szenario zu berücksichtigen. Es wurde weder über Schulverlegungen noch Schulschließungen beschlossen! Schon gar nicht unter Ausschluss der Öffentlichkeit, weil es sich um eine öffentliche Sitzung des Hauptausschuss gehandelt hat. Im Vorfeld war der SPD-Fraktionsvorstand in der Hauptschule Brake und hat mit beiden Hauptschuldirektorinnen aus Lemgo unsere Position diskutiert; angesprochen war das Thema auch in verschiedenen Fachausschüssen im laufenden Jahr zuletzt noch im Schulausschuss unter dem Stichwort „auswärtige Schüler“.
Niemand in der SPD beabsichtigt für Schulanfänger einen Bustourismus in der Stadt einzuführen. Für die SPD gilt weiterhin „Kurze Wege für kurze Beine“!


