Nicht die Großen fressen die Kleinen, sonder die Schnellen schlagen die Langsamen!
Dr. Dieter Attig, Stadtwerke-Chef in Aachen, brachte es auf den Punkt:“Stadtwerke müssen kooperieren und neue Geschäftsfelder erschließen, dann können sie den 4 großen Energiekonzernen der Republik erfolgreich Konkurrenz machen.“
Vor über 50 Lemgoern referierte der Energiemanager des Jahres 2005 zu den Zukunftschancen der Energieunternehmen vor Ort. Wichtig ist die Zusammenarbeit mit anderen Stadtwerken in der Region, weil die großen Energiekonzerne als Eigentümer der Kraftwerke den Bezugs-Preis diktieren – nicht nur den Endverbrauchern, sondern auch den Stadtwerken ohne Eigenerzeugung. Deshalb muß es ein Ziel von lokalen Energieunternehmen sein, eigenen Strom zu erzeugen und weitgehend unabhängig von den Lieferanten zu werden, die wegen Kartellverstößen abgemahnt werden. Natürlich sind gerade die erneuerbaren Energien wie Biomasse, Solarenergie, Erdwärme u.v.a. geeignet in kleinen Einheiten vor Ort notwendige Energie umweltschonend zu erzeugen. Erstaunlich viele Fachleute gehen davon aus, dass zukünftig in jedem Haus einen wesentlichen Teil des Energiebedarfs gedeckt wird: Durch Wärme-Pumpen, die die Erdwärme aus dem Garten nutzen, Solaranlagen zur Warmwasseraufbereitung, Regenwassernutzung u.a. Parallel dazu stehen Wärmedämmung und sparsamer Umgang mit Strom auf der Liste der Empfehlungen. Wichtig ist deshalb eine qualifizierte Kundenberatung vor Ort. Gerade am Energiemarkt, wo einerseits ein harter Preiskampf herrscht, andererseits ständig neue Energieformen und Einsparmöglichkeiten entwickelt werden.
Fragen und Diskussion rundeten die Abendveranstaltung im Saal der Stadtwerke ab. Moderator Udo Golabeck bedankte sich beim Referenten mit Weinflaschen aus Lippe. Bei einem Dämmerschoppen wurden abschließend die Erinnerung an alte Lemgoer Zeiten mit Dieter Attig aufgewärmt.
Das Photo zeigt von links nach rechts: Arnd Oberscheven, Stadtwerke Geschäftsführer, Rolf Morgenthal, SPD Stadtverbandsvorsitzender, Dr. Dieter Attig, Ina Meise Laukamp, Stellv. Stadtverbandsvorsitzende und Udo Golabeck, der durch den Abend führte.

