Nordumgehung: Ja oder Nein?
Diese Frage stellte die SPD am Samstagmorgen während der Marktzeit vor ihrem Büro über 100 Passanten in der Kramerstraße.
Viele kannten die aktuelle Diskussion aus den Medien, andere ließen sich die Situation im Ilsetal an der Straßenkarte schildern. Mit grünen und orangefarbenen Karten konnte abschließend jeder sein Votum an die Tafel heften – mit oder ohne zusätzliche Argumente. Die SPD nahm damit die Anregung aus dem Flyer der Bürgerinitiative auf: „Helfen Sie mit, bessere Lösungen zu finden“. Die Befürworter der nördlichen Umgehung waren in deutlicher Überzahl und schrieben: „Alle wollen Auto fahren, aber keiner will die Straße vor der Tür!“; „Gosebrede endlich entlasten“; „Alle Städte haben Umgehungsstraßen, außer Lemgo. Es wird Zeit dass die Straße kommt“. Kurz vor Mittag sammelten sich aber auch etliche „Nein-Stimmen“ an der Meta-Plan-Tafel. Mitglieder der Bürgerinitiative brachten alte und neue Argumente vor: „Kurgäste im Ilsetal leiden“; „Lärmbelästigung“; „Umwelt wird zerstört“; „eine neue Stadtmauer wird errichtet“.
Konstruktive neue Vorschläge kamen natürlich auch: „Straße ja, aber keine Dämmen und Brücken“; „eine Straße fernab von der Wohnbebauung“; „Politik muss einen Weg suchen der unstrittig ist, so wie bei der West- und bei der Südumgehung!“
Die SPD Ratsmitglieder nahmen die Argumente auf uns sagten zu die verschiedenen Aspekte in Rat und Ausschüssen zu beraten. Der Arbeitskreis Verkehr der SPD setzt sich für einen Kreisverkehr am Entruper Weg ein, um damit die befürchteten hohe Dämme und Brücken im Ilsetal zu verhindern. Ein Grünstreifen mit Bäumen und Büschen zwischen Straße und Häusern, die Straße tiefergelegt im Geländeeinschnitt würde den Lärm schlucken und die Anwohner entlasten. Für diesen Kompromiss werden wir weiter werben.

