Schulanfänger gezielt ans Lesen bringen
Alle Lemgoer Schüler und Schülerinnen sollten das bunte Angebot an Kinderbüchern der Stadtbücherei mit eigenen Augen gesehen haben und wissen, wie einfach die Ausleihe abläuft. Schließlich ist Lesen eine Kernkompetenz, die im Zeitalter von Computerspielen und Fernsehen gezielt gefördert und attraktiv gemacht werden muss.
Viele Lehrerinnen und Erzieherinnen machen sich bereits mit ihren 2. Klassen und Gruppen auf den Weg in die Bücherei an der Echternstraße. Das bestätigte der Leiter Hans Ullrich Struck beim Besuch der SPD Fraktion in der Lemgoer Bibliothek am Donnerstagabend. Er führte die Gruppe durch alle Abteilungen und stellte einen stetigen Anstieg ausgeliehener Bücher, auch Hörbücher, seit 2002 vor.
Das Angebot für Schulen spielt dabei eine große Rolle, denn Kinder sind eine der Hauptzielgruppen der Kultureinrichtung. Klassensätze für Schulen werden zu gewünschten Themen (immer wieder beliebt ist "Rittertum") zusammengestellt und für mehrere Wochen einer Klasse zum Ringtausch zur Verfügung gestellt. Ein Service, der gern angenommen wird. Im Schulausschuss will die SPD thematisiren, wie in Lemgo alle 7 und 8 - jährigen lückenlos die Stadtbücherei mindestens einmal besuchen und kennen lernen.
Die SPD Fraktion ist überzeugt, dass hier ein wichtiges Kulturangebot für die Jüngsten in der Stadt qualifiziert eingekauft und an die Zielgruppe gebracht wird. Insoweit sind die 20 000 € jährlich in die Bücherei in die Zukunft und damit gut investiert.
Bei der nachfolgenden Fraktionssitzung formulierte die SPD einen Antrag, nachdem ALG II - Familien in Lemgo keinen Eigenanteil zu den Schulbüchern ihrer Kinder zuzahlen sollen. Udo Golabeck: "Bis 2006 sah das Schulgesetz das auch so vor; es kamen die Änderungen und eine Lücke ist entstanden, die von der Gemeinschaft solidarisch gefüllt werden muss."
Das Photo zeigt den Leiter der Stadtbücherei Hans Ullrich Struck mit SPD Politikern in der Kinderabteilung bei der Führung.
Eingefügt ist auch der Antrag zur Schulbuchbefreiung für ALG II Empfänger Familien.


