Mittwoch, 21.12.2011

SPD besucht von Schließung bedrohte Spielplätze

Die SPD Fraktion ließ sich vor Ort den Verwaltungsvorschlag zwei Dutzend Plätze aufzugeben vom Gartenamt (Herrn H.J. Brandes) vorstellen und diskutierte pro und contra der Auswahl.

Noch vor 20 Jahren entstanden überall neue Baugebiete und zu jedem gehörte ein zentraler Spielplatz dazu – mittlerweile sind es 46 im Stadtgebiet.
Wenig beachtet wird allerdings, dass wir durch den Geburtenrückgang Jahr für Jahr 150 Kinder weniger in der Stadt haben. Der verbliebene Nachwuchs besucht Kindergärten mit U 3 Betreuung und Ganztags-Grundschulen, d. h. er kann am Nachmittag nicht auf den öffentlichen Plätzen sein.
Die Beschäftigung mit Play-Station, Computern und Fernsehen dominiert und selbst Sandkästen, Planschbecken und Klettergerüst im Garten hinter dem eigenen Haus locken zunehmend weniger nach draußen. Gründe, weshalb das Angebot von 46 Spielplätzen im Stadtgebiet den aktuellen Bedarf deutlich übertrifft gibt es reichlich. Der Alltag und das Verhalten der Familien haben sich auch hier deutlich verändert; die zunehmende Berufstätigkeit junger Mütter spielt dabei auch eine Rolle.
Wenig frequentierte Flächen trotzdem zu pflegen kostet viel Geld, was die hochverschuldete Stadt nicht hat. Ein Überangebot von Spielplätzen nur auf Verdacht zu erhalten steigert die kommunalen Schulden. Der vernünftige Umgang mit den Steuergeldern zwingt alle zur rationalen Einbeziehung der demografischen und der gesellschaftlichen Entwicklung.
Udo Golabeck, Fraktionsvorsitzender: „Wir werden in verstärktem Maße auf Antragsteller und Beschwerdeführer zugehen, um sachliche Argumente auszutauschen und um für Verständnis der Sparbeschlüsse des Rates, auch im emotionalen Umfeld der Kindererziehung, zu werben. Die Sondersitzung des Jugendhilfeausschuss Ende Januar zu diesem Thema wird auch ein öffentliches Forum sein.
Das Photo zeigt einen Teil der Fraktion bei der Exkursion zu den städtischen Spielplätzen

Angebote zum Artikel


Bookmark and Share
Hannelore Kraft
SPD.de