Donnerstag, 10.09.2009

SPD heute wichtiger denn je - Filmdiskussion im Hansa-Kino

"Wir brauchen eine starke SPD in der heutigen Zeit nötiger denn je." Das war das Fazit von Moderator Rolf Eickmeier am Ende der Filmdiskussion mit unserem Bundestagsabgeordneten Dirk Becker im Hansa-Kino. Der Film "Let´´s make money" hatte viel Anlass zur Diskussion gegeben.

In dem Dokumentarfilm werden die menschenverachtenden Gesetzmäßigkeiten des heute existierenden Raubtierkapitalismus aufgedeckt. Immer noch gibt es offene Vertreter dieses Systems, die wie die FDP und Teile der CDU/CSU einen weiteren Rückzug des Sozialstaates mit sinkenden Steuern fordern. Dirk Becker warnte eindringlich vor den Folgen einer solchen Politik.

Er beschrieb die Grundzüge des "Deutschlandplans" von Frank-Walter Steinmeier als einzigen Weg, wieder zum gerechten Sozialstaats zurückzukehren. Der "Deutschlandplan" der SPD beschreibe die notwendigen politischen Maßnahmen. Arbeitsplätze könnten insbesondere im Bereich ökologisch wirksamer Technologien geschaffen werden, außerdem auch im medizinisch-pflegerischen Bereich. Voraussetzung seien deutlich verbesserte Bildungsanstrengungen.

Einig waren sich alle Anwesenden, dass ein gesetzlicher Mindestlohn ein erster unabdingbarer Schritt auf diesem Wege sei. Dirk Becker machte deutlich, dass die Bundestagswahl am 27. September in diesen grundsätzlichen Fragen eine Richtungsentscheidung bringe. Es sei zu hoffen, dass die in vielen Teilen der Bevölkerung spürbare Verunsicherung nicht zur Wahlenthaltung führe.

Alle Teilnehmer bezeichneten diese Premiere einer Film-Diskussion im Hansa-Kino als gelungenen Start einer neuen Veranstaltungsreihe.

Hier noch einmal die Informationen zum Film.

Kommentare

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Jürgen Kornnagel schrieb am: Donnerstag, 15.10.2009

Das wohl erstaunlichste Kapitel im Film ist das Bekenntnis des
ehemaligen "Economic Hit Man" John Perkins, der erklärt wie
Länder von Geheimdienstspezialisten gefügig gemacht werden.
Das auch in Europa noch etwas zu holen ist,haben die"Private Equity Fonds" gezeigt:Gemeinden verkaufen Verkehrsbetriebe
oder Stadtwerke an US-Fonds,die Gemeinden bekommen dafür Geld und Leasen inZukunft ihr ehemaliges Eigentum-Kommentar von Hermann Scheer dazu:Privatisierung...ist eine Beraubung der Gemeinschaft.


BPohl schrieb am: Donnerstag, 15.10.2009

Hallo Herr Becker, der Deutschlandplan mag ja ein möglicher Schritt sein. Als "einzigen Weg" aus dem Raubtierkapitalismus würde ich ihn aber nicht bezeichnen, gibt es doch das Konzept des "Grünen New Deal" (auch Grüner Neuer Gesellschaftsvertrag) bereits seit November 2008. Allerdings sind wir Grünen bescheidener und gehen lediglich von einer Million neue Jobs durch Investitionen in Klima, Bildung, Gesundheit und Soziales aus: http://www.gruene-partei.de/cms/default/dokbin/258/258004.gruener_new_deal.pdf
http://www.gruene.de/einzelansicht/artikel/1-million-neue-jobs.html
Ich stimme Ihnen zu, dass der 27.9. eine Richtungswahl ist. Allerdings kann es einen echten Richtungswechsel im Bund nur mit Rot-Grün geben und nicht mit Rot-Schwarz - und daraus sollten die WählerInnen ihre klugen Schlüsse ziehen.
Beste Grüße, Burkhard Pohl


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