SPD-Mitglieder kämpfen um jede Stimme
Viel Beifall gab es für Dirk Becker in der SPD-Ortsvereinssitzung, als er die Grundzüge des "Deutschlandplans" erläuterte. "4 Millionen zusätzliche Arbeitsplätze sind realistisch. Das brauchen wir uns garnicht klein reden zu lassen. Davon können wir auch andere überzeugen", rief er den Lemgoer SPD-Mitgliedern zu.
Der Deutschlandplan beschreibt klar Probleme, aber auch Stärken unserer Gesellschaft und Wirtschaft. Er macht deutlich, wohin die SPD will und mit welchen Maßnahmen diese Ziele zu erreichen sind. An erster Stelle steht die Schaffung von Arbeitsplätzen.
Deutschland müsse seine weltweite Führungsposition in den Techniken zur Nutzung regenerativer Energien und der Energieeffizienz weiter ausbauen. Dadurch würden nicht nur viele Arbeitsplätze geschaffen, wodurch auch die notwendige Binnennachfrage gestärkt werde, sondern es würden wichtige Beiträge zum Klimaschutz geleistet.
Damit diese Entwicklung verstärkt werden könne, dürfe es keine Verlängerung der Kernenergienutzung geben. Konsequente und intelligente staatliche Maßnahmen müssten diesen Prozess verstärken und steuern.
Weitere Arbeitsplätze müssten im Bildungsbereich entstehen, um entsprechend viele Fachkräfte zu bekommen. Eine Bildungsoffensive ohne Gebühren sei deshalb zentraler Kern der SPD-Politik.
Großer Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften entstehe in medizinischen und pflegerischen Berufen. Auch da gebe es bereits jetzt Nachholbedarf.
Dirk Becker beschrieb den Zuspruch und die Unterstützung, die er für diese Politik bekomme. Das zeige sich vor allem in den vielen Podiumsdiskussionen dieser Tage. Dabei würde immer wieder deutlich, wie der CDU-Kandidat in all diesen Fragen herumlaviere und sich in Allgemeinplätzen verliere - wie seine Kanzlerin.
Klare Gegensätze zeigten sich auch in der Bewältigung der Folgen der Finanzspekulationskrise. Die Verursacher dieser Krise müssten unbedingt auch an den Kosten beteiligt werden. Das könne zum Teil durch eine international beschlossene Börsenumsatzsteuer erreicht werden. Es sei schon abenteuerlich, dass die FDP stattdessen immer noch Steuersenkungen für ihr Geldklientel fordere.
Die Notwendigkeit des "Deutschlandplans" müsse jedes SPD-Mitglied in seiner Umgebung vermitteln. "Die SPD hat im Gegensatz zu den anderen Parteien ein klar durchdachtes Programm".
Rolf Eickmeier und Marcus Graeve verdeutlichten die Möglichkeiten, die Ziele und Maßnahmen des "Deutschlandplans" auf allen Ebenen - auch der kommunalen - in politische Maßnahmen umzusetzen. In Lemgo biete zum Beispiel die Fachhochschule ein enormes Potential, in der teilweise schon bestehenden Kooperation mit der mittelständischen Wirtschaft diese Entwicklungen voranzutreiben. Die SPD müsse bestehende oder neue Projekte noch stärker zu ihrer Sache machen.
Dirk Becker wurde mit großem Beifall in die letzten heißen Wahlkampftage entlassen. Der Wahlkampfabschluss solle dann am 26. September in Detmold vor dem Theater mit dem Auftritt des Kanzlerkandidaten Frank-Walter Steinmeier gefeiert werden.

