SPD Stadtgespräch Lemgo 2020
Hochkarätig besetzt war das Podium der SPD am Montagabend im Gemeindehaus St. Pauli: Die Bürgermeisterin aus Gütersloh, Maria Unger, ihr Demografiebeauftragter und Stadtplaner Michael Zirbel und Kerstin Schmidt von der Bertelsmann Stiftung zeigten die Chancen der Demografischen Entwicklung auf.
Fazit: Angst vor der Zukunft brauchen wir nicht zu haben, auch wenn sich einiges ändert.
Aus Kinderspielplätzen werden Parks, aus Schulen entsprechend Seniorenheime. Weniger Kindern stehen aufgrund der höheren Lebenserwartung mehr Senioren gegenüber. Die Zahl der Menschen, um die sich die Gesellschaft stärker kümmern muss, bleibt in der Summe gleich! Es hilft nichts den demografischen Wandel zu dramatisieren, man kann ihn natürlich professionell gestalten und beherrschen. Wolfgang Bloch moderierte die Diskussion zwischen den Referenten und den weiteren Gästen.
Die Stadt Gütersloh hat ein Konzept entwickelt und sich Ziele gesetzt: Familienfreundlichkeit in der ganzen Stadt, bessere Integration der Migranten, Stärkung der Ehrenamtler, optimale Bildungs- und Ausbildungseinrichtungen. Konkret sind das beispielsweise eine breit angelegte Betreuung für Kinder unter 3 Jahren, freies Mittagessen in der Ganztagsschule und generationsübergreifendes Wohnen in der Innenstadt anstelle weiterer Neubaugebiete am Stadtrand.
Die Bertelsmann Stiftung sieht auch für Lemgo Handlungsbedarf, der unter www.wegweiserdemographie.de nachzulesen ist. Angesichts von 3,6 % Bevölkerungsverlust bis 2020 und dem kräftigen Anstieg des Durchschnittsalters Altersanstieg der Lemgoer. Positiv wirkt die Fachhochschule Lemgo – die es zu stützen gilt. Ist sie doch ein steter Magnet, der junge Menschen in die Stadt holt und sie belebt.
Udo Golabeck: „Viele gute Anregungen für die kommunalpolitische Arbeit im Rat sind rübergekommen! Was für Gütersloh gut und richtig ist, kann für Lemgo nicht falsch sein!“
Das beigefügte Bild zeigt Wolfgang Bloch, Stellvertretender Bürgermeister, der die Veranstaltung moderiert hat, bei der Begrüßung am Stehpult und von links Kerstin Schmidt (Bertelsmann Stiftung), Maria Unger (Bürgermeisterin Gütersloh und Vorsitzende des Städte und Gemeindebundes OWL) sowie Michael Zirbel (Stadtplaner und Demographiebeauftragter Gütersloh).


