Stadtwerkechefs bei den Genossen
Ganz oben in der Waldgaststätte "Aussichtsturm" stellten sich der Geschäftsführer der Stadtwerke Lemgo, Herr Oberscheven, und der Prokurist, Herr Möllnitz, den Fragen der interessierten Genossen des SPD- Ortsvereins Lemgo. Ein kurzweiliges Referat über die Aufgaben und Tätigkeiten der Stadtwerke durch Herrn Oberscheven bildeten die Basis für eine muntere Diskussion. "Der Mensch steht bei uns im Mittelpunkt.
Anders als die mächtige Konkurrenz von E:ON, RWE, EnBW, Vattenfall ist das Ziel nicht Gewinnmaximierung sondern ein ausgewogenes Angebot an zusätzlichen Dienstleistungen, vielmehr als die Großen anbieten. Sinnbild dafür ist Oberschevens Waage mit betriebswirtschaftlich defizitären Pflichtangeboten wie Trinkwasser, Parken, Stadtbus, Bäder und ausgleichend Eigenerzeugung, Strom, Gas, Fernwärme. So konnte doch in 2006 ein Überschuß von 2,6 Mio Euro erwirtschaftet werden, womit teilweise Investitionen in die Zukunft durch ortsnahe Ausschreibungen umgesetzt werden können. Die Entwicklung auf dem Energiesektor deutet jedoch auf Verluste in 2008 hin. Also harte Aufgaben auch für die Politik. Der Bäderbereich ist ein Aushängeschild für die Stadt Lemgo, ebenso der Stadtbus. Bundesweit an vorderer Stelle in der Eigenerzeugung Kraft-Wärmekopplung besonders auch durch dezentrale Blockheizkraftwerke. Eine Beteiligung an Trianel soll den Stadtwerkeverbund im Wettbewerb stärken. Skandalös wohl die Vorgänge an den Strombörsen. Hier wird es wohl im Herbst noch einiges zu hören geben. Die kundenfreundliche Energieberatung soll wieder ausgebaut werden.
In der anschließenden Diskussion immer wesentlich für Sozialdemokraten: Die Frage nach Arbeit und Umwelt. Die 180 Arbeitsplätze bleiben erhalten.
Breiten Raum nahm dann der Disput in der Stadt wegen Abriß und Neubau der Parkpalette Wüste ein. Oberscheven :"Basis aller weiteren Beschlüsse ist Wirtschaftlichkeit, hierfür ist auch wegen des gesamten Parkraumbedarfs ein Fachbüro mit Gutachten beauftragt." Holländer: "Das Gutachten wird Versachlichung der Diskussion bringen. Das Parken darf nicht neuer Defizitbringer werden." Wilmbusse" Ich möchte an unser altes Parkkonzept erinnern. Mit entgeltfreien Zonen und kostenpflichtigen Plätzen." Golabeck" Die Fraktion hat klare Vorstellungen in die Debatte gebracht, Neuaufbau mit Unter-und Oberdeck und gleicher Anzahl an Parkplätzen."
Die von der aktuellen CDU-FDP Landesregierung geplanten Änderungen in der Gemeindeordnung, stießen auf trotzige Kritik. Das bisherige Wirken unser aller Stadtwerke für die Menschen dieser Stadt wurde durch mehrere Wortmeldungen als positiv bestätigt. Dies deckt sich auch mit den Ausagen des Geschäftsführers, der in Lemgo trotz massiver Werbung der Großen und ihrer Unterabteilungen nur eine geringe Wechselbereitschaft im Strombereich feststellt. Kundenbindung und -betreuung hat oberste Priorität. Insgesamt also wie eigentlich normal: es liegt also viel Arbeit vor uns, die zum Wohle der Gemeinschaft bewerkstelligt werden muß.
Hanns Jürgen Bensel
SPD-OV Lemgo, Hauptkassierer

