Talk statt Tafel
„Zukunftsrat“ soll regelmäßig tagen!
Zu einer Gesprächsrunde mit Schulministerin Ute Schäfer und Schuldezernent Heinz Kriete kamen 15 Schülersprecher von 8 Lemgoer Schulen am Freitagabend im Seitensprung zusammen. Udo Golabeck hatte die jungen Ehrenamtler aus allen weiterführenden Schulen Lemgos zum Ministergespräch eingeladen, um ihre Sicht des Schulbetriebs zu hören.
Diesmal hielten nicht die Politiker lange Reden und die Gäste mussten zuhören, sodern umgekehrt lief die Talkrunde ab: Die Klassensprecherinnen sprachen über ihre Lehrer, das Abi nach 12 Jahren und ihre Sorgen um die Ausbildungsplätze. Ein Schwerpunkt war die mangelnde Anerkennung der frühesten Form des Ehrenamts, die des Klassensprechers. Auf keinem Abschlusszeugnis darf das soziale Engagement für die Schule dokumentiert werden, auch wenn junge Menschen jahrelang die Klassenorganisation getragen haben. Die Ministerin: „Ich empfehle den Schulen ein Beiblatt zum Abschlusszeugnis, auf dem der Einsatz für die Gemeinschaft anerkennend bestätigt wird. Dagegen spricht kein Schulgesetz.“
Dass Schüler die Bürger von Morgen sind, machten sie in viele Ideen und modernen Ansichten deutlich. Udo Golabeck: „Wir werden zukünftig einmal pro Jahr zu solch einem Zukunftsrat einladen. Junge Menschen, die Verantwortung für andere übernehmen, sollen dort zu Wort kommen. Schließlich bündeln sie das Denken ganzer Jahrgänge junger Lemgoer. Ihre positive Sicht der Zukunft mehr in die politische Gestaltung aufzunehmen ist überfällig. “

