Montag, 12.03.2007

Verkauf defizitärer Wohnhäuser

Der Haushalt der Alten Hansestadt Lemgo sieht eine halbe Million Euro vor (genau 520 000 €), um das seit Jahren defizitäre Mehrfamilienhaus Dewitzstraße 2-4, ein Block mit 16 Wohnungen, zu sanieren. Die Sanierungskosten übersteigen den Wert der Immobilie bei weitem.

Es kann auch nicht Aufgabe einer Kommune sein, Mehrfamilienhäuser zu betreiben und Mietausfälle aus Steuergeldern zu bezahlen. Lemgo besitzt 45 Wohn- und Geschäftshäuser über das ganze Stadtgebiet verteilt, deren Unterhalt jährlich zwar Millionen kostet aber zu wenig Miete einbringt, um die Ausgaben auch nur annähernd zu decken. Manche Häuser, z.B. am Braker Weg 6 und 66 sind so desolat, dass sie nicht mehr zu verkaufen sind. Trotzdem ist die Stadt für die Verkehrssicherungspflicht ua. zuständig. Um den Aufwand zu reduzieren sind Abrisse und Grundstücksangbote ohne Haus Lösungsmöglichkeiten.

Angesichts des Leerstandes von Wohnungen in Lemgo sind auch die wenigen, noch zu erwartenden Asylbewerbern und Spätaussiedlern am freien Wohnungsmarkt unterzubringen. Eine Vorratshaltung von Wohnraum ist unsinnig. Aber das Gros der städtischen Häuser steht eh leer oder ist von Privatpersonen gemietet. Diese Häuser und Grundstücke sollen verkauft werden, um den laufenden Verlusten aus der Unterhaltung zukünftig zu entgehen.

Udo Golabeck: "Ein Schildbürgerstreich in einer Haushaltssicherungs-Kommune sind Investionen von 520 000 € in ein desolates 16- Mehrfamilienhaus, von geringem Wert. Das Objekt sollte man der Wohnungswirtschaft überlassen, die in dem Metier zu Hause ist."

immob-Konzept

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Klare Kante! Kraft.
Jürgen Berghahn
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