Montag, 07.11.2005

Wie viel Kultur braucht die Stadt?“

Am 7. Oktober 2003 fand in der beliebten Reihe „Stadtgespräche“ eine Diskussion über das Thema „Wie viel Kultur braucht die Stadt?“ statt.

Ilse Brusis, Staatsministerin a.D., jetzt Vorsitzende der Kunststiftung NRW, Kulturschaffende in Lippe sowie sehr viele interessierte Gäste diskutierten lebhaft die Bedeutung der Kultur für die Gesellschaft und insbesondere für die Alte Hansestadt Lemgo.

Die Schulleiter Karin Sensenschmidt und Rolf Siedenhans betonten die große Bedeutung von Kantoreien, Landestheater und Nordwestdeutsche Philharmonie für die Schülerinnen und Schüler an allen Lemgoer Schulen. Durch Theater AG, Schulbands, Chöre, Tanzgruppen und andere diverse kulturelle Angebote wird bewiesen, dass ein außerordentlich großes Interesse aller Schüler für den Bereich Kultur vorhanden ist und solche Angebote begeistert nutzen.

Natürlich können diese Angebote nicht allein von den Schulen geleistet werden, externe Experten wie Künstler, Bühnenbildner und Regisseure schaffen Vertrauen und das tiefere Verständnis für die Themen Kunst und Kultur. Vertrauen und Verständnis sind wichtige Voraussetzungen für den Übergang von talentierten Schülern in Chöre, Kantoreien und ähnlichen Organisationen. Dafür ist der Erhalt von bestehenden Kooperationen besonders bedeutend.

Dirk Bensel machte eindrucksvoll deutlich, dass ein Platz fehlt, an dem sich junge Lemgoer Künstler präsentieren können. Rockbands, Hobbymaler und Literaturinteressierte benötigen dringend eine Bühne oder einen Raum, um sich einem breiteren Publikum vorzustellen.

Die Diskussion führte zu zwei zentralen Forderungen:

Der Rückzug der Alten Hansestadt Lemgo aus dem Trägerverein Landestheater und Nordwestdeutsche Philharmonie muss rückgängig gemacht werden.
Den jungen Einwohnern muss der notwendige Raum zur Präsentation ihrer Kunst gegeben werden. Ein Anfang könnte mit der Bühne während des Lemgoer Sommertreffs gemacht werden und wäre so ein kostenneutraler Einstieg.

Beide Maßnahmen sind sehr wichtig, um junge Leute an ihre Heimatstadt zu binden und so die Alte Hansestadt Lemgo fit für die Zukunft zu machen.

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Hannelore Kraft
SPD.de