Dienstag, 01.03.2011

Zwischenbericht zum Antrag einer Beteiligung von Lemgoer Kindern- und Jugendlichen

In der Jugendhilfeausschusssitzung im Februar wurde der von den Jusos mit erarbeitete Antrag zur Prüfung der Einrichtung eines Jugendparlaments über die SPD-Fraktion eingebracht .

In der übernächsten Ausschusssitzung sollen jetzt Jugendparlamentarier aus Gütersloh mit ihrem erfolgreichen Konzept und weiter aus einer Kommune mit einem gescheitertem Jugendparlament eingeladen werden. Die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses sprachen sich in der Sitzung auch dafür aus, dass die Lemgoer Initiatoren der Kinder- und Jugendbeteiligung dann zu Wort kommen sollen.
In der sachlich geführten Diskussion wurden durch Herrn Georg Müller, zuständig für die Kinder-, Jugend- und Familienbildung, bereits erste kurze Berichte zu dem in Gütersloh seit fast 10 Jahren funktionierende Jugendparlament gegeben. Im historischen Abriss auf die Lemgoer Beteiligung von Kinder und Jugendlichen verwies er auf ein seit 1996 in Lemgo existierenden Grundsatzbeschluss hin. Nach diesem Beschluss können Lemgoer Jugendliche bereits heute Vorschläge für den Haupt- und Finanzausschuss erarbeiten und Anträge zu ihren Belangen stellen. Allerdings musste er auch zugeben das dieses Instrument der Jugendbeteiligung seitdem nie angewandt wurde und auch unter den Lemgoer Kindern- und Jugendlichen nicht bekannt sei.
Die Lemgoer SPD und die Jusos wünschen sich eine ergebnisoffene Diskussion über die Nachfrage und Möglichkeiten einer neuen Art der Kinder- und Jugendbeteiligung in Lemgo. Das dies ein langer Weg werden kann allen bewusst, aber hier kommt es nicht nur auf die Politik an, auch die Kinder- und Jugendlichen in Lemgo sind nun gefordert ihre Wünsche und ihren Bedarf an Beteiligung zu zeigen. Dies kann eine für beide Seiten gewinnbringende Zusammenarbeit sein. Kinder- und Jugendliche lernen sich in demokratischer Meinungsbildung. Sie lernen sich mit Verwaltung und Politik auseinandersetzen zu müssen. Politik lernt sich auf kritische Fragen seiner jüngsten Mitbürgern auseinander zu setzen. Gerade in Zeiten knapper Haushaltsmittel ist es umso wichtiger die Kinder- und Jugendlichen an zentralen Fragen ihrer Gruppe zu beteiligen und deren Wünsche aufzunehmen.
Bereits im Vorfeld dieses Antrags gab es Veranstaltungen und Treffen der Lemgoer Jusos mit Gütersloher Jugendparlamentarier und mit verschiedenen Lemgoer politischen Nachwuchsorganisationen. Jetzt gilt es dieses Thema auch in der Breite unter den jungen Lemgoer Bürgerinnen und Bürgern zu diskutieren.

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Klare Kante! Kraft.
Jürgen Berghahn
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