Ilka Oord: Junge Kreispolitikerin mit Erfahrung
Ilka Oord kandidiert für den lippischen Kreistag. Sie ist eine junge Politikerin, ist jedoch schon seit einiger Zeit auch Kreisebene aktiv. Deshalb liegt es nahe, sie in den zukünftigen lippischen Kreistag zu wählen.
Im Kurzinterview erfährt man ein bisschen mehr über Ilka Oords (auf dem Foto im Vordergrund) politische Zielsetzungen und Hintergründe. ....
Zur Person:
Ilka Oord, 26 Jahre.
Ich bin Studienreferendarin an der Karla-Raveh-Gesamtschule für die Fächer Mathematik und Sozialwissenschaften.
Ich lese gerne gute Bücher und verbringe meine Abende gerne in einer geselligen Runde, z.B. bei einem Spieleabend.
Seit wann bist du politisch aktiv?
Ich habe mich schon in ganz jungen Jahren für andere eingesetzt und versucht gegen Ungerechtigkeiten in meiner Umgebung etwas zu tun. In der Politik im engeren Sinne bin ich seit 2003 aktiv. Kurz nach meinem Abi habe ich bei den Jusos hier in Lemgo vorbeigeschaut. 2004 bin ich dann in die SPD eingetreten. Seit dem habe ich mich als Juso-Kreisvorsitzende und SPD-Kreisvorstandsmitglied aktiv mit der Kreispolitik beschäftigt.
Was/Wer hat den Anstoß dazu gegeben?
In meiner Familie wurde immer viel über Politik geredet. Jedoch war ich die Erste, die sich einer Partei angeschlossen hat. Leider haben sich nur sehr wenige meiner Bekannten auch für Politik interessiert. Bei den Jusos hoffte ich Gleichgesinnte zu finden und ich fand sie. Ich setzte mich intensiver mit den Grundwerten, Zielen und Geschichte der SPD auseinander und fand dort eine politische Heimat.
Gibt es poltische Vorbilder?
Das wird man vermutlich von vielen hören, aber auch mein Vorbild ist Willy Brandt. Er hat es geschafft Grenzen in den Köpfen aufzusprengen. Neben ihm bewundere ich Menschen, die für ihre Überzeugungen gekämpft haben. Die laut NEIN sagen konnten, auch wenn dies nicht dem Zeitgeist entsprach.
Welches sind die Schwerpunkte deiner kommunalpolitischen Arbeit?
Wie auch in meinem Beruf liegen mir besonders die jungen Menschen am Herzen. Jeder von ihnen sollte eine Perspektive für sein Leben haben. Gerade in der Finanzkrise müssen wir darauf achten, dass die jungen Leute nicht noch weiter aus dem Arbeitsmarkt gedrängt werden.
Auch die Kostenfreiheit aller Bildungseinrichtungen vom Kindergarten bis zur Hochschulen ist mir ein wichtiges Anliegen.
Ein anderer Schwerpunkt meiner Arbeit wird es sein, die Privatisierung von Einrichtungen der Daseinsvorsorge zu stoppen. Es gibt Einrichtungen und Infrastrukturen, die jedem Bürger zur Verfügung stehen müssen: Straßen, Schwimmbäder und ähnliches dürfen nicht privatisiert werden, so dass sich nur noch ein Teil der Bevölkerung die Benutzung leisten kann.
Was würdest du einer 16-Jährigen auf die Aussage "Politik interessiert mich nicht." sagen?
Denkt man diese Aussage zu Ende, so sagst du mir: Ich interessiere mich nicht für mich. In der Demokratie bist du gefragt gemeinschaftlich mit allen, über die Zukunft zu entscheiden. Wenn du dich nicht einmischt, lässt du zu, dass über deinen Kopf bestimmt wird und dass diejenigen, die sich einbringen entscheiden. Sie entscheiden über die Sanierung deiner Schule, über den Bau von Freizeitangeboten, über die Einführung von Studiengebühren, über Busangebote etc.
Wenn dich das alles nicht interessiert, was interessiert dich dann?


