Samstag, 06.06.2009

Karolina Goliasch - ein neues Gesicht in der Kommunalpolitik

Die SPD Lemgo hat eine Reihe junger Politikerinnen und Politiker für die Kommunalwahl aufgestellt. Sie arbeiten inzwischen als sachkundige Bürger/-innen in Ausschüssen und in der Fraktion. Sie haben Schwung und Ideen. "Erfahrung ist in der Kommunalpoltik wichtig, aber ebenso wichtig ist es, neue Ideen aufzunehmen", sagt der Ortsvereinsvorsitzende Marcus Graeve.

Wir werden an dieser Stelle zunächst die neuen Kandidatinnen und Kandidaten in kurzen Interviews vorstellen.

Heute: Karolina Goliasch (Links im Bild mit Ilka Oord, die für ein Kreistagsmandat kandidiert)

Karolina, was machst du beruflich, und was sind deine Interessen neben der Politik?

Karolina Goliasch: Alter: 26. Beruf: Lehramtsanwärterin an der Kurt-Tucholsky-Gesamtschule Minden. Fächer: Geschichte, Gesellschaftslehre und Englisch. Interessen: Neben der Politik: Gute Bücher, Schöne Filme, gärtnern und kochen.

Seit wann bist du politisch aktiv?

Karolina: Politisch und parteipolitisch seit 2002 (nach dem Abi) bei der Lemgoer SPD und bei den Jusos. Seitdem mach ich viel Pressenarbeit und bin seit 2007 im Vorstand des OV Lemgo aktiv.

Was/Wer hat den Anstoß dazu gegeben?

Karolina: War eher eine Entscheidung aus dem Bauch heraus – letzten Endes muss man aber die Politik Schröders dafür „verantwortlich“ machen.

Gibt es politische Vorbilder?

Karolina: Keine, die noch leben. Die anderen Vorbilder sind in die Anfänge der sozialdemokratischen Bewegung einzuordnen und gehen auch über die SPD hinaus, Rosa Luxemburg und Karl Kautsky zum Beispiel. Der politische Aktionismus dieser Zeit war beeindruckend...

Was werden die Schwerpunkte eurer kommunalpolitischen Arbeit werden?

Karolina: Kultur. Bin auch im Kulturausschuss. Es geht mir in erster Linie um den Erhalt des Lemgoer Kulturgutes. Kürzungen können ganz fatal sein – auch für den Tourismus. Wenn Kinder demnächst in der Stadtbücherei wirklich für jedes entliehene Buch eine Gebühr bezahlen müssen, können wir gleich einpacken... Außerdem Bildung. Ich möchte mehr Integrationsklassen and Lemgoer Schulen und eine kostenfrei Kinderbetreuung bis zum Grundschulalter – und natürlich keine Studiengebühren, ist aber keine Kommunalpolitik.

Was würdest du einer 16-jährigen auf die Aussage "Politik interessiert mich nicht" sagen?

Karolina: Dass Politik sie trotzdem etwas angeht: Denn Politik heißt nichts anderes als dass andere Entscheidungen für dich treffen. Wer sich dafür nicht interessiert, braucht sich auch nicht zu wundern, wenn es an den eigenen Wünschen vorbei geht.

Was ist dir besonders wichtig?

Karolina: Lemgo muss wieder roter werden ...

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Klare Kante! Kraft.
Jürgen Berghahn
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