Samstag, 27.06.2009

Hörstmar-Lieme: Radweg in Eigenbau?

Bürgerinnen und Bürger in Hörstmar und Lieme wollen mit dem wichtigen Radweg zwischen den Ortsteilen nicht bis zum Sankt-Nimmerleinstag warten. Sie haben sich in der Bürgerinitiative "Radweg Hörstmar-Lieme jetzt" zusammengeschlossen. Nach den Absagen der Stadt und mit ihr des Straßenbauamtes wird überlegt, den Radweg in Eigenregie zu bauen.

Die Initiatoren halten es für realisierbau, Planung und Bau selbst in die Hand zu nehmen. Dazu gäbe es einen Landeszuschuss von 50 Euro pro Quadratmeter. Allerdings wäre es unabdingbar, dass Stadt oder andere öffentliche Träger die Unterhaltung übernehmen.

Die SPD unterstützt diese Initiative ganz ausdrücklich und wird alles tun, damit der Radweg gebaut und unterhalten werden kann. Bürgermeisterkandidat Udo Golabeck hat schon vor Monaten auf die Wichtigkeit dieser Verbindung hingewiesen. Die beiden Ortsteile wachsen weiter zusammen. "Deshalb muss sich die Verbindung verbessern und ein Radweg muss her."

Ärgerlich ist es aus Sicht der SPD allerdings, dass die derzeitige Rathausmehrheit anderes im Kopf hat als die Interessen der Ortsteile. Das muss sich ändern.Die Entwicklung der Ortsteile muss stärker in den Blick genommen werden, fordert die SPD.

Die SPD wird alle Initiativen, in denen Bürgerinnen und Bürger ihre Interessen oft mit hohem Engagement vertreten und - wo immer möglich - durch Eigenarbeit realisieren wollen, unterstützen, heißt es in der SPD-Ratsfraktion. Selbsthilfeorganisationen und Bürgerinitiativen brauchen dabei oft die Unterstützung der professionellen Verwaltung. Es muss zum Beispiel über rechtliche Bedingungen und Antragsverfahren umfassend informiert werden. Den Bürgerinitiativen können vielfältige Erleichterungen für ihre Arbeit geschaffen werden.

Die konkrete Unterstützung der Selbstorganisation der Bürgerinnen und Bürger ist ein zentrales Anliegen der SPD, insbesondere auf kommunaler Ebene.

Kommentare

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Helmut Pfeil schrieb am: Sonntag, 07.02.2010

Liebe Freunde,
an dem Artikel war im Prinzip zum Zeitpunkt seines Erscheinens alles richtig. Mittlerweile sind wir in Verhandlungen mit der Stadt weiter gekommen. Nachdem die oberste Führungsspitze über den Macher des Vorhabens informiert wurde, wurden die Bedenken navh einer 180° Wendung in Unterstützung umgewandelt Im Augenblick wird der Kooperationsvertrag zwischen BI und Stadt zur Unterschriftsreife vorbereitet.
Noch eine Korrektur zur Unterhaltung des künftigen Radweges: Die Unterhaltung geht in die Hände von Strassen.NRW, sofern bestimmte Bedingungen beim Bau erfüllt worden sind. Diese Bedingungen werden wir erfüllen!

Es grüßt Helmut


Helmut Pfeil schrieb am: Sonntag, 07.02.2010

Ich will dazu beitragen, daß die Meldung auf einen aktuellen Stand gebracht wird:
Mittlerweile ist die Verwaltung nicht mehr gegen den Radweg. Z. Zt. plane ich den Weg und bereite die Abstimmung mit den Behörden in Absprache mit der Verwaltung vor. Nach Mitteilung der Niederlassung Bielefeld von Strassen.NRW ist mit einer Mittelzuweisung in 2010 nicht zu rechnen, da sie bereits für andere Maßnahmen zugesagt wurden. Das bricht uns aber keinen Zacken aus der Krone. Danach gibt es ein nächstes Jahr. Wir stehen auf der Liste! das ist entscheidend für die Mittelvergabe.
Eine technische und finanzielle Erleichterung hat sich nach der letzten Brückenprüfung an den Bauwerken über den Mühlenbach und die Ilse ergeben: Beide Brücken müssen aufgrund der schlechten Zustandes umgehend saniert werden. Dabei wird auch Platz für den Radweg geschaffen, so daß die BI keine eigenen Brücken neben den Straßenbrücken vorsehen muß.

MfG Helmut Pfeil


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Hannelore Kraft
SPD.de