Steine des Anstoßes in Lemgo
Vor dem Frenkelhaus in der Echternstraße liegen neuerdings 14 Plastersteine aus Metall – eingearbeitet die Namen der jüdischen Mitbürger, das Datum, an dem sie aus Lemgo abtransportiert wurden und der Ort, an dem sie im Warschauer Ghetto oder in einem der Konzentrationslager getötet wurden. In Lemgo sind die ersten 25 „Stolpersteine“ des Künstlers Gunter Demnig verlegt worden, weitere werden folgen.
Wir Sozialdemokraten werden die Erinnerungen – gerade auch die lokalen - an die damals von vielen akzeptierte Ausgrenzung der jüdischen Mitbürger und an ihren Abtransport im Jahre 1942 immer wach halten. Deshalb ist es gut, dass die „Stolpersteine“ ein Vergessen verhindern. Das bedeutet für die gesamte SPD in der heutigen Zeit, wachsam zu sein gegen Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit. Wir werden den aktuellen Aktivitäten von "ProNRW" in Lemgo deshalb geschlossen entgegen treten.
Schülerinnen und Schüler der Karla Raveh-Gesamtschule haben mit einem Euro pro Person die Patenschaft für die Steine übernommen. Im Frenkelhaus sind zudem Kurzbiographien der Opfer zu sehen , die von Schülerinnen und Schülern ausgearbeitet wurden.