17. April 2020

Solidarität in Lüerdissen

Selbstgenähte Maske; Gebrauchsanleitung weiter unten

Was kann man ihn diesen schwierigen Zeiten anderen Menschen helfen, besonders denjenigen die selbst nicht die Mittel oder die Zeit haben sich ausszustatten? Die SPD-Ratsfrau Brigitte Stressenreuther (Foto) macht es in Lüerdissen vor und verteilte für Lüerdisser und Lüerdisserinnen 200 selbstgenähte Mundschutze.

Was es für den Gebrauch selbstgenähter Masken zu beachten gilt: (Infos vom RKI)

-ein Mundschutz ersetzt nicht die anderen Maßnahmen, wie Abstand und relelmäßiges Händewaschen

-vor dem Tragen bei bei 90° waschen oder auf dem Herd mindestens 5min kochen

-durchgehend eng anliegend über Mund und Nase tragen

-bei Durchfeuchtung die Maske wie beschrieben waschen und erst nach dem vollständigen Trocknen wiederverwenden

-nicht mit den Händen zwischendurch zurechtzupfen und nicht auf die Stofffläche fassen, sondern immer an den Trägern anfassen

Warum überhaupt Munschutze? Bringt das was?

„Das Risiko, eine andere Person durch Husten, Niesen oder Sprechen anzustecken, kann so verringert werden (Fremdschutz). Eine solche Schutzwirkung ist bisher nicht wissenschaftlich belegt, sie erscheint aber plausibel. Hingegen gibt es für einen Eigenschutz keine Hinweise.“

„Für die Bevölkerung empfiehlt das RKI das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung (textile Barriere im Sinne eines MNS) in bestimmten Situationen im öffentlichen Raum. Das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung kann ein zusätzlicher Baustein sein, um die Ausbreitungsgeschwindigkeit von COVID-19 in der Bevölkerung zu reduzieren – allerdings nur, wenn weiterhin Abstand (mind. 1,5 Meter) von anderen Personen, Husten- und Niesregeln und eine gute Händehygiene eingehalten werden.“ (RKI 15.04.20)

Quellen:

https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/FAQ_Mund_Nasen_Schutz.html

https://www.bfarm.de/SharedDocs/Risikoinformationen/Medizinprodukte/DE/schutzmasken.html

02. April 2020

Notfall-Kinderzuschlag wegen Corona

Familienministerin: Franziska Giffey

-Beziehen Sie Kindergeld?

-Wohnen Ihre Kinder bei Ihnen und sind die Kinder jünger als 25 Jahre?

-Sind Sie ein Elternpaar und verdienen mehr als 900 Euro brutto oder alleinerziehend und verdienen mehr 600 Euro brutto?

-Mit dem Kinderzuschlag (KiZ) steht Familien mit kleinem Einkommen eine Unterstützung in Höhe von bis zu 185 Euro pro Monat und Kind zu, zusätzlich zum Kindergeld.

-Schauen Sie hier nach, ob Sie das Geld bekommen können: https://www.arbeitsagentur.de/familie-und-kinder/kiz-lotse

-Antrag online einreichen unter: https://con.arbeitsagentur.de/prod/kiz/ui/einstieg

28. März 2020

Rückblick: SPD gedenkt Opfern von Hanau

links: Thorsten Sagner; rechts Florian Lücke

Obschon in der Kommunalpolitik der Betrieb größtenteils zum Erliegen gekommen ist, wollen wir die Möglichkeit nutzen und im Rückblick auf die Anschläge des 19.2.2020 den Opfern gedenken, die der Täter nach rassistischen Kriterien auswählte.

-Der 22-jährige Ferhat Unvar war als Kind kurdischer Eltern in Deutschland geboren und aufgewachsen; in der Türkei war er nie gewesen. Sein Großvater war als Gastarbeiter nach Deutschland gekommen. Ferhat Unvar hatte gerade eine Ausbildung zum Gas- und Wasserinstallateur abgeschlossen und traf sich oft mit Freunden in der Arena Bar.

-Die 35-jährige Mercedes Kierpacz. war deutsche Staatsbürgerin und Angehörige der nationalen Minderheit der Roma. Sie hatte am Tatabend in der Arena Bar gearbeitet und hinterlässt zwei Kinder, einigen Medienberichten zufolge war sie mit einem dritten Kind schwanger.

-Der 30-jährige Sedat Gürbiz war der Besitzer der Shishabar Midnight. Er hinterlässt einen Bruder.

-Der 37-jährige Gökhan Gültekin war in Hanau geboren, seine aus Agri stammende kurdische Familie lebte seit 1968 in Hanau. Er war gelernter Maurer und arbeitete nebenberuflich als Kellner.

-Die Familie des 20-jährigen Hamza Kurtovic, der ebenfalls in der Shishabar Midnight erschossen wurde, stammte aus Prijedor (Bosnien und Herzegowina). Bereits sein Vater wie auch seine zwei Brüder und seine Schwester waren in Deutschland geboren. Kurtovic hatte gerade seine Ausbildung abgeschlossen und wohnte in der Nähe des Täters.

-Der 33-jährige Bulgare Kalojan Velkov lebte laut dem bulgarischen Außenministerium seit zwei Jahren in Deutschland und war der Wirt der Bar La Votre neben der Shishabar Midnight. Er war Roma und hinterlässt einen kleinen Sohn.

-Der 23-jährige Rumäne Vili-Viorel Paun war als 16-jähriger nach Deutschland gekommen, um Geld für eine medizinische Behandlung seiner Mutter zu verdienen. Er arbeitete bei einer Kurierfirma. Er war Roma und das einzige Kind seiner Eltern.

-Der 21-jährige Said Nesar Hashemi war Deutsch-Afghane mit doppelter Staatsbürgerschaft und in Hanau aufgewachsen. Er war ausgebildeter Maschinen- und Anlagenführer.

-Der 34-jährige Fatih Saracoglu war vor drei Jahren aus Regensburg nach Hanau gezogen, auch er starb in der Shishabar Midnight. –

Die 72-jährige Gabriele Rathjen war die Mutter des Täters und Hausfrau.

Die Informationen über die Opfer Stammen von: https://www.hessenschau.de/gesellschaft/opfer-des-anschlags-neun-junge-hanauer-mitten-aus-dem-leben-gerissen,opfer-hanau-anschlag-100.html

21. März 2020

Gemeinsam Seit an Seit

Stehen wir gemeinsam Seit an Seit
Liebe Freundinnen und Freunde der SPD, liebe Genossinnen und Genossen,
wir erleben im Augenblick eine Situation, in der jede Herausforderung bereits an der Türschwelle beginnt. Jedes Mal wenn man derzeit vor die Haustür geht sollte man sich selber fragen: Ist dieser Schritt gerade notwendig? Muss ich wirklich raus oder kann ich auch im Haus bleiben, den Rat der Behörden befolgen und dazu beitragen die Pandemie einzudämmen? Kann ich nicht in sozialer Isolation bleiben und meinen Teil zum großen Ganzen beitragen?
Doch gerade diese soziale Isolation, die zweifelsohne notwendig ist, macht es für manch einen oder manch eine besonders schwierig. Wir machen uns Sorgen, wissen nicht alle wie wir mit dieser neuen, unbekannten Situation umgehen sollen, wie es weitergeht. Auch die Behörden und wir können euch nicht sagen was genau als nächstes kommen wird, doch ich bin mir sicher, dass alles was angeordnet wird ein richtiger und auch wichtiger Schritt ist, an den wir uns alle so gut halten sollten wie wir können.
Nichts destotrotz liebe Genossinnen und Genossen, stehen wir gemeinsam Seit an Seit, wenn auch nur mental. Gerade jetzt ist es wichtig mal öfter wieder den Hörer ans Ohr oder den Stift und das Blatt Papier in die Hand zu nehmen, seien wir für einander da, rufen wir uns gegenseitig an, beginnen wir wieder einander Briefe zu schreiben und spenden einander Trost, lasst uns für einander da sein und dieser Krise Seit an Seit entgegentreten und niemanden durch die Isolation zurück lassen.
Wenn jeder und jede sich zwei oder drei Personen annimmt, mit ihnen regelmäßig Kontakt hält und quasi Kaffee und Kuchen per Telefon gemeinsam zu sich nimmt, dann wird jedem und jeder geholfen sein und dann werden wir diese Krise gemeinsam meistern.
Wir sind eine starke Gesellschaft und eine noch stärkere Gemeinschaft und dies gilt es jetzt zu beweisen, jeder und jede kann dazu beitragen.
Für Einkäufe steht euch das DRK derzeit zur Verfügung und kümmert sich gerne um die Personen, die zuhause bleiben sollten und wollen. Und für Gespräche und Unterhaltungen stehen wir und eure Ortsvereine euch gerne zur Verfügung und sind für euch zur Stelle.

22. Februar 2020

SPD-Fraktion mit neuer Spitze

l. Arndt Stückemann, r. Alexander Baer

Die SPD-Fraktion im Lemgoer Rat hat in ihrer gestrigen Sitzung ein neues Spitzenduo gewählt. Neuer Fraktionsvorsitzender ist der 44jährige Bankkaufmann Alexander Baer. Zu seinem Stellvertreter wurde der 47jährige Rechtsanwalt Arndt Stückemann gewählt.
Beide sind seit über 10 Jahren im Rat der Alten Hansestadt aktiv und übernehmen die Ämter von Udo Golabeck und Marcus Graeve.

In einer ersten Stellungnahme dankt Alexander Baer den scheidenden Vorsitzenden für die langjährige erfolgreiche Arbeit und lenkt den Blick auf die gemeinsamen Herausforderungen in der Ratsarbeit und bei der anstehenden Kommunalwahl.