05. Januar 2020

Klärschlammverbrennung in Lemgo unwahrscheinlich

Große Sympathie genoss der Vorschlag den Lemgoer Klärschlamm auch hier in Lemgo zu verbrennen und sich den Transport von 150 Lastwagen mit dem belasteten Abfall zu ersparen! Die EU verbietet mittlerweile den Schadstoff auf den Feldern als „Dünger“ zu verteilen.Gegenwind bliesen die Anwohner vom Liemer Weg, Herforder Straße und Liemer Turmhof – sie protestierten gegen den Bau eines Lagers für 3000 Tonnen Klärschlamm (Soviel fällt jedes Jahr in der Alten Hansestadt an!) und den großen Ofen mit hohem Schornstein hinter ihren Häusern. Sie sorgten sich um den befürchteten Gestank und die giftigen Abgase aus dem Schornstein. Plakate im Westen der Stadt kritisieren das Vorhaben…Weil die Förderzusagen für das Projekt ausbleiben und notwendige Gutachten für eine Genehmigung nicht vorliegen, gewinnt eine Alternative mehr und mehr Zuspruch: Lemgo tritt dem Verbund von 80 OWL-Kommunen bei, der eine Mono-Klärschlammverbrennungsanlage außerhalb der lippischen Grenzen anstrebt. Da sollen dann alle festen Klär-Reste aus dem Regierungsbezirk Detmold zentral verbrannt werden.In öffentlicher Fraktionssitzung befasste sich die SPD mit dem Thema: Die Bürgerinitiative stellte ihre Bedenken vor, ein Vertreter vom Kreis Lippe die Chancen der großen OWL-Lösung. Offenbar hat die Einzellösung für Lemgo mit einer eigenen Klärschlammverbrennung am Liemer Weg keine Chancen mehr.Die Anwohner sind sehr froh über diese Entwicklung; der Schwerverkehr auf unseren Straßen wird die zusätzlichen LKW allerdings aufnehmen müssen. Endgültig entscheiden muss das der Lemgoer Stadtrat – geplant in der nächsten Ratssitzung am 10. Februar 2020 um 18.00 Uhr im Rathaus.

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