20. Mai 2014

Renaissance eines Museums

Das Weserrenaissance-Museum hat Zukunft. Davon sind die Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion überzeugt (von links): Dr. Axel Lehmann, Gabriele Bröker, Christian Bodem, Annegret Dargatz, Manfred Robrecht, Annette Lewicki, Gerda Schüte, Gerd Belz, Rolf Schnülle, Museumsleiterin Dr. Vera Lüpkes, Kurt Kalkreuter, Manfred Vogt und Hans-Peter von der Ahe.

Auch die lippische SPD steht hinter dem neuen Konzept in Brake

Lemgo-Brake. „Das Weserrenaissance-Museum hat die Chance auf eine eigene Renaissance.“ Mit diesem Wortspiel kommentiert der stellvertretende Landrat Dr. Axel Lehmann (SPD) das neue Konzept für die Einrichtung im Schloß Brake. Die Sozialdemokraten unterstützen jedenfalls die geplante Ausrichtung.

Museumsleiterin Dr. Vera Lüpkes erläuterte die anstehenden Veränderungen bei einem Besuch der SPD-Kreistagsfraktion. Wichtigste Punkte sind die Verkleinerung der Dauerausstellung sowie die Möglichkeit, Sonderausstellungen und Veranstaltungen künftig in den Mauern des Schlosses anzubieten. Parallel dazu steht die Domäne nicht mehr zur Verfügung. Für Rolf Schnülle, SPD-Kreistagsmitglied aus Lemgo, ist dieser Schritt auch deshalb richtig, weil ohne die Domäne keine doppelten Kosten für zwei getrennte Standorte mehr anfallen.

Axel Lehmann sagte zu, dass die SPD-Kreistagsfraktion sich weiterhin für eine Förderung des Museums durch den Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in Münster stark machen werde. Der Verband unterstützt das Haus zurzeit mir gut 170.000 Euro jährlich sowie beratend über das LWL-Museumsamt. Lehmann ist sowohl Mitglied des sogenannten Westfalen-Parlaments als auch des Kulturausschusses des LWL. „Voraussetzung ist allerdings, dass auch die Stadt Lemgo und der Landesverband Lippe das Museum finanziell und ideell tragen.“

Nach Aussagen von Vera Lüpkes werde die Fläche für die Dauerausstellung von 1.400 auf rund 1.000 Quadratmeter schrumpfen. Eine konzentriertere Präsentation der Ausstellungsstücke sei jedoch durchaus möglich. So gewinne das Museum Platz für Sonderausstellungen und Veranstaltungen wie Lesungen oder Feiern. Die Kartografie-Ausstellung „Weltvermesser“ wird 2015 die erste Sonderausstellung im Schloß sein. Es folgen die Themen Reformation und Architektur, die bis 2017 in Planung sind. Lehmann: „Solche Sonderausstellungen sind existenziell für ein Museum und brachten in der Vergangenheit rund 10.000 Besucherinnen und Besucher extra nach Brake. Uns überzeugt, dass diese Sonderausstellungen hinterher in verkleinerter Form als Module in die Dauerausstellung integriert werden. Das garantiert Bewegung im Museum.“

Für die Neuausrichtung sind Bauarbeiten – unter anderem die Verlegung des Eingangs in den Südflügel – nötig. Auch energetische Maßnahmen und Barrierefreiheit stehen auf der Bauagenda. Die Kosten in Höhe von 1,9 Mio. Euro seien unter anderem durch Förderungen des Landes, der NRW-Stiftung und anderer Partner zu decken, zeigte sich Lüpkes gegenüber der SPD-Fraktion optimistisch.